Zertifizierung

Es sei alarmierend, dass wieder weniger Lehrlinge die Abschlussprü­fung beim ersten Antritt geschafft haben, sagt Arbeit­erkam­mer Präsi­dent Rudi Kaske. Die heute veröf­fentliche Lehrstel­len­sta­tis­tik der Wirtschaft­skam­mer zeige, dass endlich Maß­nah­men geset­zt wer­den müssen, die die Lehre wirk­lich bess­er machen. Die Arbeit­erkam­mer hat ein umfassendes Konzept für eine Qual­ität­sof­fen­sive in der Lehraus­bil­dung. Am wichtig­sten ist die geset­zliche Ein­führung eines Qual­itäts­man­age­ments: „Frei­willig gehts offen­sichtlich nicht.“ Zum Fün­f­tel der Lehrlinge, die die Lehrab­schlussprü­fung beim ersten Antritt nicht schaf­fen, kom­men noch jene dazu, die gar nicht erst antreten. Damit hat fast ein Vier­tel der Lehrlinge am Ende der Lehrzeit keinen Abschluss, obwohl prak­tisch alle die Beruf­ss­chule pos­i­tiv abschließen, erin­nert Kaske. Zusät­zlich zur Ein­führung eines geset­zlichen Qual­itäts­man­age­ments in der Lehraus­bil­dung fordert die Arbeit­erkam­mer: Min­destens ein­mal während der Lehrzeit soll über­prüft wer­den, was die Jugendlichen schon kön­nen. Kaske: „So kön­nen wir gewährleis­ten, dass die Jugendlichen rechtzeit­ig passende Unter­stützung bekom­men.“ Außer­dem soll die Lehrstel­len­förderung für die Betriebe im let­zten Lehr­jahr daran geknüpft wer­den, ob ihre Lehrlinge die Abschlussprü­fung beste­hen. Und die Betriebe müssen „auch wieder mehr Lehrstellen schaf­fen, statt ständig nur über Fachkräfte­man­gel zu jam­mern“, sagt Kaske.