Qualitätsprüfung

Wir hof­fen, dass der gestrige Jobgipfel nicht nur als Mar­ket­ing­show in Erin­nerung bleibt, son­dern dass den Ankündi­gun­gen im Lehrlings­bere­ich auch Tat­en fol­gen“, so der PRO-GE Jugend­vor­sitzende Josef Rehberg­er. Er begrüßt, dass von Seit­en der Regierung einige Maß­nah­men zur Verbesserung der Lehre ange­sprochen wur­den, die die PRO-GE Jugend schon lange fordert. „Was aber fehlt, ist, dass endlich von der Abschaf­fung des Jugend­ver­trauen­srates abgerückt wird. Der JVR ist ein Garant dafür, dass in den Betrieben eine qual­i­ta­tiv hochw­er­tige Aus­bil­dung erhal­ten bleibt“, sagt Rehberg­er. Zur angekündigten Imagekam­pagne für die Lehre betont der Jugend­vor­sitzende, dass die beste Wer­bung eine Erhöhung der Lehrlingsentschädi­gun­gen und eine Qual­itätsverbesserung der dualen Aus­bil­dung wäre. „Die Umbe­nen­nung der Lehrlingsentschädi­gung in ein Lehrlings­ge­halt ist eine Mogel­pack­ung, wenn sich an der Höhe nichts ändert. Ger­ade im Rah­men der Kollek­tivver­tragsver­hand­lun­gen gibt es die Möglichkeit, im Sinne der Jugendlichen zu han­deln“, so Rehberg­er. Rehberg­er zeigt sich pos­i­tiv über­rascht, dass die Regierung eine Qual­ität­sprü­fung zur Lehrzei­thälfte fordert: „Wir plädieren seit langem für eine Zwis­chen­prü­fung. Bish­er ist das am Wider­stand der Wirtschaft gescheit­ert. Die Regierung muss in dieser Frage auf Wirtschaft­skam­mer und Indus­triel­len­vere­ini­gung ein­wirken.“ Eine weit­ere Forderung der PRO-GE Jugend ist die Freifahrt für Lehrlinge. In zehn Kollek­tivverträ­gen wurde bere­its umge­set­zt, dass für die Auszu­bilden­den die Fahrtkosten für den Weg ins Beruf­ss­chulin­ter­nat über­nom­men wer­den. „Dass nun endlich die Regierung nachzieht, ist erfreulich. Hier braucht es eine Lösung für alle Lehrlinge“, bemerkt der Jugend­vor­sitzende. Äußerst kri­tisch sieht die PRO-GE Jugend die Ver­schär­fun­gen der Zumut­barkeits­bes­tim­mungen. „Mit Zwang wird man die Jugendlichen nicht dazu bekom­men, erfol­gre­ich eine Lehre zu absolvieren. Es wäre weitaus sin­nvoller, in eine ordentliche Beruf­sori­en­tierung zu investieren, damit die Jugendlichen jene Aus­bil­dung ergreifen, die mit ihren Nei­gun­gen und Tal­en­ten übere­in­stimmt“, sagt Rehberg­er. „Will die Regierung den Fachkräfte­man­gel beseit­i­gen, dann muss sie dafür sor­gen, dass junge Men­schen eine Lehre wieder als Chance begreifen. Dazu braucht es mod­ern­ste Aus­bil­dungs­stan­dards in den Betrieben sowie in den Beruf­ss­chulen und es müssen nach ein­er Lehre Auf­stiegschan­cen und Weit­er­en­twick­lungsmöglichkeit­en gegeben sein. Mit Über­schriften alleine wird sich wenig ändern. Hier braucht es eine gemein­same Kraftanstren­gung von Sozial­part­nern und Regierung“, betont der Jugend­vor­sitzende abschließend.