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Aus- und Wei­ter­bil­dung wird ein wich­ti­ger Eck­punkt im Kampf gegen Arbeits­lo­sig­keit sein“, sagt ÖGB Prä­si­dent Wolf­gang Kat­zi­an. Die Arbeits­lo­sen­zah­len sin­ken zwar noch, das wer­de aber nicht mehr lang ein­fach so wei­ter­ge­hen. Außer­dem sei­en noch immer mehr als 300.000 Men­schen in Kurz­ar­beit. In den Berei­chen Umwelt, ther­mi­sche Sanie­rung und erneu­er­ba­re Ener­gien gebe es viel Poten­ti­al für die Wei­ter­bil­dung von Arbeit­neh­me­rIn­nen. Kat­zi­an macht daher wei­ter Druck in Rich­tung Bun­des­re­gie­rung: „Wir for­dern eine Umwelt­stif­tung, in der Arbeits­lo­se für zukunfts­fä­hi­ge Jobs aus­ge­bil­det oder umqua­li­fi­ziert wer­den kön­nen. Der Vor­teil dabei ist, dass Arbeit­neh­me­rIn­nen finan­zi­ell abge­si­chert sind und gleich­zei­tig ein Fach­kräf­te­man­gel in Zukunfts­bran­chen ver­hin­dert wer­den kann.“ Bran­chen wie Wohn­bau, Ver­kehr, Ener­gie und spe­zi­ell die Indus­trie wer­den sich mas­siv ver­än­dern. Ein kon­kre­tes Bei­spiel ist die Auto­mo­bil­in­dus­trie, in der bereits jetzt mas­si­ve Ver­än­de­run­gen statt­fin­den. „Es braucht daher kon­kre­te und lang­fris­ti­ge Kon­zep­te, wie ‚Just Tran­si­ti­on‘, um Arbeit­neh­me­rIn­nen vor Job­ver­lust zu schüt­zen und ihnen neue Per­spek­ti­ven zu bie­ten“, so der ÖGB-Prä­si­dent. „Eine Umwelt­stif­tung, wie sie die Sozi­al­part­ner vor­schla­gen, wäre daher gera­de jetzt ein Gebot der Stun­de und wür­de mit Unter­stüt­zung der Bun­des­re­gie­rung in einem ers­ten Schritt bis zu 1.000 Kol­le­gIn­nen für die Zukunft qua­li­fi­zie­ren“, unter­streicht Katzian.

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Die UNO hat 2021 zum „Inter­na­tio­na­len Jahr zur Abschaf­fung der Kin­der­ar­beit“ aus­ge­ru­fen. Wie jüngs­te Zah­len zei­gen, sind welt­weit immer noch 160 Mil­lio­nen Kin­der von Kin­der­ar­beit betrof­fen. „Das bedeu­tet, dass jedes 10. Kind Kin­der­ar­beit leis­ten muss, die Hälf­te davon unter extrem gefähr­li­chen Bedin­gun­gen. Seit Aus­bruch der Coro­na­pan­de­mie hat sich die Situa­ti­on von Kin­dern wei­ter ver­schlech­tert. Zum Welt­tag gegen Kin­der­ar­beit am 12. Juni 2021 braucht es daher ein kla­res Zei­chen, dass Kin­der­ar­beit ent­schie­den bekämpft wer­den muss“, betont AK Prä­si­den­tin Rena­te Anderl. Dafür muss an vie­len Schrau­ben gleich­zei­tig gedreht wer­den. Eine wich­ti­ge Maß­nah­me zur Besei­ti­gung von Kin­der­ar­beit, ist die Ein­füh­rung eines Lie­fer­ket­ten­ge­set­zes. Damit wer­den glo­bal agie­ren­de Unter­neh­men dazu ver­pflich­tet, dass ent­lang ihrer Lie­fer­ket­ten Men­schen- und Umwelt­rech­te ein­ge­hal­ten und kei­ne Kin­der zur Arbeit her­an­ge­zo­gen wer­den. Die AK for­dert daher, dass die EU nun rasch ihren ange­kün­dig­ten Vor­schlag für ein euro­päi­sches Lie­fer­ket­ten­ge­setz vor­legt. Eben­so appel­liert sie an die öster­rei­chi­sche Bun­des­re­gie­rung, die­ses Anlie­gen mit aller Vehe­menz auf allen Ebe­nen zu unter­stüt­zen, denn wirk­sa­me Lie­fer­ket­ten­ge­set­ze sind ein wich­ti­ger Schritt für eine nach­hal­ti­ge­re und gerech­te­re Welt­wirt­schaft. Ein Wirt­schafts­sys­tem, das aus­schließ­lich auf Pro­fit­ma­xi­mie­rung zulas­ten von Mensch und Natur beruht, erzeugt Armut, Krie­ge und Kli­ma­er­hit­zung. Ein Teu­fels­kreis, der Betrof­fe­ne nicht sel­ten zur Flucht zwingt. Die AK hat in einer aktu­el­len Stu­die zu Flucht­ur­sa­chen die­sen Zusam­men­hang genau­er beleuch­tet. In ihrem Kampf für gerech­te Lie­fer­ket­ten unter­stüt­zen AK und ÖGB auch die Kam­pa­gne „Men­schen­rech­te brau­chen Gesetze“.

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Wenn über das The­ma Flucht und Migra­ti­on gespro­chen wird und die mög­li­chen Grün­de, war­um Men­schen ihr Zuhau­se ver­las­sen, zeigt der Fin­ger dabei oft auf die ande­ren. Die Ursa­chen für Flucht wer­den meist aus­schließ­lich dort gesucht, wo das eigent­li­che Dra­ma sei­nen Anfang nimmt. Doch die­se Sicht­wei­se greift zu kurz. Die tat­säch­li­chen Flucht­ur­sa­chen lie­gen tie­fer, in einem unge­rech­ten glo­ba­len Sys­tem, das Armut, Hun­ger, Kli­ma­er­hit­zung und Krie­ge erzeugt. Dem­entspre­chend greift auch die Bekämp­fung von Flucht­ur­sa­chen oft zu kurz. Anstatt ledig­lich „Hil­fe vor Ort“ zu leis­ten, was ger­ne als ein­fa­che Lösung ohne kon­kre­te Taten aus­ge­spro­chen wird, wäre es an der Zeit unse­re Pro­duk­ti­ons- und Lebens­wei­se zu hin­ter­fra­gen, die an ande­ren Orten der Welt dazu führt, dass Men­schen ihre Hei­mat ver­las­sen müs­sen. Wir mei­nen, es gibt einen bes­se­ren Weg, über Flucht­ur­sa­chen zu reden. Einen, der die glo­ba­le Ver­ant­wor­tung in den Blick nimmt und nach Gerech­tig­keit sucht, der die Welt nicht in „wir“ und „die“ ein­teilt und uns gegen­ein­an­der aus­spielt, son­dern uns gemein­sam soli­da­ri­sche Lösun­gen fin­den lässt. Statt Flucht­ur­sa­chen ein­sei­tig in der kor­rup­ten und unde­mo­kra­ti­schen Ver­fasst­heit vie­ler Her­kunfts­staa­ten zu ver­or­ten, the­ma­ti­siert die Stu­die, wie glo­ba­le Ungleich­heit und Kli­ma­kri­se, gera­de auch vor­an­ge­trie­ben durch euro­päi­sche Poli­tik, die­se Flucht­ur­sa­chen (mit-)produzieren. Davon aus­ge­hend wer­den Hand­lungs­mög­lich­kei­ten für Poli­tik und Gewerk­schaf­ten auf­ge­zeigt, um das „Recht, nicht gehen zu müs­sen“ zu ver­wirk­li­chen. Damit soll pro­gres­si­ven Akteu­rIn­nen eine Stra­te­gie zur Hand gege­ben wer­den, wie sie über Flucht spre­chen kön­nen, so dass die für sie zen­tra­len Fra­gen der glo­ba­len Ungleich­heit und der sozia­len und öko­lo­gi­schen Gerech­tig­keit dabei in den Mit­tel­punkt rücken. Eine Initia­ti­ve von: AK Wien, med­i­co inter­na­tio­nal, welt­um­span­nend arbei­ten, pro asyl, VIDC, GPA, PRO-GE und ÖGB International.

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Wenn völ­lig über­ra­schend Rech­nun­gen oder Inkas­so­schrei­ben für Smarth­pho­nes, Hand­ta­schen & Co ins Haus flat­tern, aber man nichts bestellt hat, begin­nen die Pro­ble­me – in der AK Kon­su­men­tIn­nen­be­ra­tung häu­fen sich die Anfra­gen. „Immer mehr Kon­su­men­tIn­nen sind Opfer eines Iden­ti­täts­miss­brauchs. Kri­mi­nel­le nut­zen aus­ge­späh­te per­sön­li­che Daten, um online auf Kos­ten ihrer Opfer ein­zu­kau­fen oder Ver­trä­ge abzu­schlie­ßen“, so AK Kon­su­men­tIn­nen­schüt­zer Jakob Kali­na. Wich­tig: Rech­nun­gen oder Mah­nun­gen kei­nes­falls igno­rie­ren, son­dern reagie­ren. Kon­su­men­tIn­nen berich­ten in der AK Kon­su­men­tIn­nen­be­ra­tung: „Ich habe eine E‑Mail von einer Bank mit einer Zah­lungs­auf­for­de­rung von fast 70 Euro erhal­ten.“ „Ich habe die ange­führ­te Ware nie­mals bestellt.“, „Ich ver­mu­te, dass ich Opfer eines Betrü­gers bin, da stän­dig Pake­te gelie­fert wer­den, die ich nie bestellt habe“. AK Kon­su­men­tIn­nen­schüt­zer Jakob Kali­na: „Immer mehr Kon­su­men­tIn­nen wer­den Opfer eines Iden­ti­täts­miss­brauchs. Unbe­kann­te bestel­len im Namen von Kon­su­men­tIn­nen Waren, kau­fen auf Rech­nung und las­sen sich die Ware an einem ande­ren Ort sen­den. Das alles geschieht für Kon­su­men­tIn­nen zunächst unbe­merkt. Erst wenn sie als Rech­nungs­emp­fän­ger eine Rech­nung, Mah­nung oder ein Inkas­so­schrei­ben erhal­ten, tritt für sie der Daten­miss­brauch in Erschei­nung. Der Iden­ti­täts­miss­brauch zeigt sich aber nicht nur im Bestell­be­trug, son­dern auch bei Fake-Pro­fi­len oder betrü­ge­ri­schen Online-Ange­bo­ten unter frem­den Namen. Den „geleg­ten“ Kon­su­men­tIn­nen gelingt es nicht immer, mit den selbst vom Bestell­be­trug betrof­fe­nen Unter­neh­men eine Lösung zu fin­den: Sie glau­ben ihren Schil­de­run­gen nicht. „Das führt teil­wei­se dazu, dass Kon­su­men­tIn­nen mit ihren Auf­klä­rungs­ver­su­chen gegen die Wand fah­ren und wei­te­re Mah­nun­gen und in Fol­ge Inkas­so-Schrei­ben bekom­men“, weiß Kali­na. Woher die Täter die Daten ihrer Opfer haben, ist meist nicht bekannt: Betrü­ger kom­men oft per Phis­hing an die Daten ihrer Opfer. „Es kann sich um einen erfolg­rei­chen Daten­dieb­stahl han­deln, bei dem Kri­mi­nel­le mit gefälsch­ten E‑Mails, Nach­rich­ten oder Anru­fen, die per­sön­li­chen Infor­ma­tio­nen ihrer Opfer her­aus­lo­cken. Aber auch Daten­lecks bei Unter­neh­men, öffent­li­che Ein­trä­ge, mit Schad­soft­ware infi­zier­te End­ge­rä­te oder das absicht­li­che Schä­di­gen wol­len von Ange­hö­ri­gen und Bekann­ten sind eine Mög­lich­keit“, so Kali­na. „Es wäre för­der­lich, wenn Opfer den Iden­ti­täts­miss­brauch pro­blem­los bei der Poli­zei anzei­gen könn­ten und Hil­fe erhal­ten. Das ist nicht immer der Fall, wie sie uns berich­ten.“ Rech­nung bekom­men, aber nichts bestellt – was Kon­su­men­tIn­nen tun kön­nen sol­len: + Reagie­ren statt igno­rie­ren: Wenn Sie uner­klär­li­che Rech­nun­gen und Mah­nun­gen erhal­ten, ste­cken Sie den Kopf nicht in den Sand, son­dern wider­spre­chen schrift­lich. Es kann ansons­ten zu gericht­li­chen Zah­lungs­be­feh­len und der Her­ab­stu­fung der Kre­dit­wür­dig­keit kom­men. + Mit Daten knau­sern: Sie schüt­zen sich am bes­ten vor dem Iden­ti­täts­miss­brauch, indem Sie spar­sam mit ihren Daten umge­hen und Sicher­heits­stan­dards bei Ihren Online-Auf­trit­ten beach­ten. Das heißt: siche­re Pass­wör­ter ver­wen­den und die Zwei-Fak­to­ren-Authen­ti­fi­zie­rung nut­zen. + AK hilft: Die AK Kon­su­men­tIn­nen­be­ra­tung unter­stützt Kon­su­men­tIn­nen, was sie gene­rell im Fall eines Iden­ti­täts­miss­brauchs machen kön­nen, um zukünf­ti­ge Schä­den zu ver­mei­den und hilft Opfern im Bedarfs­fall auch mit Schrei­ben an die Unter­neh­men. Dabei gelingt es meist immer, die unbe­grün­de­te Rech­nung für sie stor­nie­ren zu lassen.

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Hin­ter jedem arbeit­su­chen­den Men­schen steht ein Schick­sal. Wir spre­chen hier über allein­er­zie­hen­de Müt­ter, über Fami­li­en­vä­ter und über jun­ge Men­schen, denen auch finan­zi­ell der Tep­pich unter den Füßen weg­ge­zo­gen wird. Wer arbeits­los wird, hat nach wie vor 100 Pro­zent der Rech­nun­gen zu zah­len, hat aber nur mehr die Hälf­te des Ein­kom­mens. Durch Coro­na ent­wi­ckelt sich die bis­her schon ange­spann­te Arbeits­markt­la­ge in eine hand­fes­te Kri­se für arbeit­su­chen­de Men­schen“, so AK-Prä­si­den­tin Rena­te Anderl zum Tag der Arbeits­lo­sen, der im Vor­feld des 1. Mai began­gen wird. „Die vier wich­tigs­ten Her­aus­for­de­run­gen lie­gen dabei klar auf der Hand: Die Bun­des­re­gie­rung muss die Hil­fe für arbeits­lo­se Men­schen erhö­hen, sie muss Men­schen für die aktu­el­len und zukünf­ti­gen Her­aus­for­de­run­gen auf dem Arbeits­markt qua­li­fi­zie­ren, sie muss mit kon­kre­ten Maß­nah­men lang­zeit­ar­beits­lo­sen Men­schen wie­der Per­spek­ti­ven geben und sie muss das Arbeits­markt­ser­vice für die Bewäl­ti­gung der Kri­se auch nach­hal­tig per­so­nell und finan­zi­ell stär­ken“, for­dert Anderl. Die­se vier For­de­run­gen in kon­kre­te Maß­nah­men gegos­sen: • Erhö­hung des Arbeits­los­gen­gel­des auf 70 Pro­zent des letz­ten Ein­kom­mens. • Die Coro­na Job­of­fen­si­ve als Maß­nah­me zur Wei­ter­bil­dung von Arbeit­neh­me­rIn­nen muss um 500 Mio Euro jähr­lich ab 2022 erhöht und bis 2024 ver­län­gert wer­den. •Zukunfts­per­spek­ti­ven für lang­zeit­ar­beits­lo­se Men­schen. Die AK hat hier­zu bereits ein Modell prä­sen­tiert: Men­schen, die bereits zwei Jah­re lang arbeits­los sind, sol­len damit die Mög­lich­keit erhal­ten, mit kol­lek­tiv­ver­trag­lich ent­lohn­ten Jobs in Gemein­den und Städ­ten einer sinn­vol­len und gemein­wohl­för­dern­den Arbeit nach­zu­ge­hen. • Bes­se­re per­so­nel­le und bud­ge­tä­re Aus­stat­tung des Arbeits­markt­ser­vice. Die Beschäf­tig­ten des AMS haben bis heu­te einen gro­ßen Kraft­akt voll­bracht, um die Fol­gen der Arbeits­markt­kri­se zu bewäl­ti­gen. Es braucht drin­gend eine per­so­nel­le Auf­sto­ckung um 650 Plan­stel­len im AMS, denn die Kri­se auf dem Arbeits­markt ist noch län­ger nicht ausgestanden.

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Wer zu Beginn der Coro­na-Kri­se unver­schul­det arbeits­los wur­de und bis jetzt kei­nen Job gefun­den hat, gilt als lang­zeit­ar­beits­los. „Die Men­schen in die­ser schwie­ri­gen Situa­ti­on auch noch damit zu bestra­fen, dass sie noch weni­ger als das Arbeits­lo­sen­geld bekom­men, ist nicht nach­voll­zieh­bar“, sagt Ingrid Reischl, Lei­ten­de ÖGB-Sekre­tä­rin, und for­dert die Ver­län­ge­rung der Erhö­hung der Not­stands­hil­fe auf das Arbeits­lo­sen­geld. „Wir ret­ten Betrie­be, sichern Jobs, aber für jene, die unver­schul­det arbeits­los wur­den, haben wir kein Geld. Das kann nicht sein!“ Die Erhö­hung der Not­stands­hil­fe wur­de zum Höhe­punkt der Coro­na-Kri­se im April 2020 beschlos­sen und im Sep­tem­ber ver­län­gert, um die Armuts­ge­fähr­dung in Fol­ge von Arbeits­lo­sig­keit ein­zu­däm­men. „Hun­dert­tau­sen­de Men­schen haben von die­ser erhöh­ten Not­stands­hil­fe pro­fi­tiert und wer­den die­se Unter­stüt­zung auch noch in den kom­men­den Mona­ten brau­chen“, for­dert Reischl die Ver­län­ge­rung für min­des­tens ein wei­te­res hal­bes Jahr. Die Arbeits­lo­sen­zah­len gehen zwar kon­ti­nu­ier­lich, aber viel zu lang­sam zurück. Von einer Ent­span­nung des Arbeits­markts kann ange­sichts von mehr als 400.000 Men­schen ohne Arbeit und fast 500.000 in Kurz­ar­beit nicht die Rede sein. 

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Ihr Traum, Berufs­fo­to­gra­fin zu wer­den, schien für ein 19-jäh­ri­ges Mäd­chen aus dem Bezirk Linz-Land zum Grei­fen nahe, nach­dem sie einen Lehr­platz in einem Lin­zer Foto­stu­dio gefun­den hat­te. Lei­der platz­te der Traum früh, weil sie an den fal­schen Lehr­herrn gera­ten war. Wäh­rend der fünf Beschäf­ti­gungs­mo­na­te hat­te sie 62,5 Über­stun­den leis­ten müs­sen, und das unbe­zahlt. Weil ihr das zu viel wur­de, been­de­te sie das Lehr­ver­hält­nis nach nur fünf Mona­ten – kulan­ter­wei­se ein­ver­nehm­lich. Die Bezah­lung der Über­stun­den muss­te sie aber mit Hil­fe der AK durch­set­zen. „Zwar dür­fen Lehr­lin­ge ab 18 Jah­ren Über­stun­den machen, selbst­ver­ständ­lich sind sie aber zu bezah­len und zwar mit Über­stun­den­zu­schlä­gen. Die jun­ge Frau hat sich an uns um Hil­fe gewandt und wir konn­ten ihr zumin­dest zur Bezah­lung der offe­nen Über­stun­den ver­hel­fen“, sagt AK-Prä­si­dent Dr. Johann Kal­li­au­er. Zum Glück hat­te das Mäd­chen genaue Zeit­auf­zeich­nun­gen geführt. Nach Inter­ven­ti­on der AK zahl­te der Arbeit­ge­ber dem Mäd­chen die offe­ne Sum­me von net­to 635 Euro nach. Das ist für das Mäd­chen ein bedeu­ten­der Betrag. Er ent­spricht immer­hin dem ein­ein­halb­fa­chen der Lehr­lings­ent­schä­di­gung für ein Monat, die für Fotografen/innen bei 428 Euro liegt. Was Lehr­lin­ge zum The­ma Arbeits­zeit unbe­dingt wis­sen soll­ten: Lehr­lin­ge unter 16 Jah­ren dür­fen maxi­mal 40 Stun­den pro Woche arbei­ten und dar­über hin­aus kei­ne Über­stun­den machen. Zwi­schen 16 und 18 Jah­ren sind sie nur in Aus­nah­me­fäl­len erlaubt. Falls Lehr­lin­ge doch Über­stun­den machen (egal, ob zuläs­sig oder unzu­läs­sig), müs­sen die­se mit einem Zuschlag von min­des­tens 50 Pro­zent extra bezahlt bzw. durch einen ent­spre­chen­den Zeit­aus­gleich abge­gol­ten wer­den. An Sonn- und Fei­er­ta­gen und in der Nacht (von 20 bis 6 Uhr) dür­fen Lehr­lin­ge eben­falls nicht arbei­ten. Aus­nah­men gibt es im Gast­ge­wer­be. Dort kann es vor­kom­men, dass Lehr­lin­ge an Sonn- und/oder Fei­er­ta­gen arbei­ten müs­sen. Auf jeden Fall müs­sen sie im Durch­schnitt jeden zwei­ten Sonn­tag frei haben. Jugend­li­che ab 16 Jah­ren dür­fen im Gast­ge­wer­be bis 23 Uhr arbei­ten. Bäcker­lehr­lin­ge ab 15 Jah­ren kön­nen bereits um 4 Uhr mor­gens begin­nen. Wer jün­ger als 18 Jah­re ist, hat spä­tes­tens nach sechs Stun­den Arbeit das Recht auf eine Ruhe­pau­se, die min­des­tens eine hal­be Stun­de dau­ern muss. Außer­dem muss zwi­schen zwei Arbeits­ta­gen eine durch­ge­hen­de Nacht­ru­he von zwölf Stun­den gewähr­leis­tet sein. Am Wochen­en­de haben Lehr­lin­ge das Recht auf zwei zusam­men­hän­gen­de freie Tage (dar­un­ter jeden­falls den Sonn­tag). Für Lehr­lin­ge, die 18 Jah­re und älter sind, gel­ten die glei­chen Arbeits­zeit­re­geln wie für ande­re erwach­se­ne Arbeit­neh­mer/-innen, die im Arbeits­zeit­ge­setz (AZG) bzw. in den jewei­li­gen Kol­lek­tiv­ver­trä­gen fest­ge­schrie­ben sind.

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Ange­sichts der stei­gen­den Infek­ti­ons­zah­len vor allem im Osten Öster­reichs befür­wor­tet AK Prä­si­den­tin Rena­te Anderl Maß­nah­men zum Schutz der Gesund­heit der Men­schen. „Alles, was dazu bei­trägt, die Infek­ti­ons­zah­len zu sen­ken und damit das Gesund­heits­we­sen zu ent­las­ten, ist jetzt wich­tig“, so Anderl. „Dafür braucht es aber auch Rah­men­be­din­gun­gen, um zusätz­li­che Belas­tung der Arbeit­neh­me­rIn­nen zu ver­hin­dern, etwa, wenn das Tra­gen von FFP2-Mas­ken innen und außen ver­pflich­tend wird. Bei zwei Grup­pen sieht Anderl aku­ten Hand­lungs­be­darf: Schwan­ge­re und Risi­ko­grup­pen. „Ich schlie­ße mich der For­de­rung der GPA an, Schwan­ge­re sofort frei­zu­stel­len, vor allem wenn das Tra­gen von FFP2-Mas­ken nun gene­rell Pflicht wird. Das kann man von Schwan­ge­ren nicht ver­lan­gen, wer­den­de Müt­ter und ihre Kin­der müs­sen jetzt beson­ders geschützt wer­den.“ Die Ver­ord­nung über die Risi­ko­grup­pen lau­fe Ende März aus, sie müs­se jetzt drin­gend ver­län­gert bis Ende Juni wer­den, for­dert Anderl. „Wenn die Zah­len stei­gen, mit der bri­ti­schen Muta­ti­on eine, wie man uns erklärt, aggres­si­ve­re Vari­an­te des Virus im Umlauf ist, dann führt dar­an kein Weg vor­bei. Die gesetz­li­che Grund­la­ge dafür gibt es ja, der Gesund­heits­mi­nis­ter muss das rasch in die Wege leiten.“

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Kin­der­ar­beit auf Kakao­plan­ta­gen in West­afri­ka, bren­nen­de Regen­wäl­der für Palm­öl in Indo­ne­si­en, Aus­beu­tung in Tex­til­fa­bri­ken in Ban­gla­desch – vie­le Pro­duk­te, die wir kon­su­mie­ren, wer­den unter sol­chen Bedin­gun­gen pro­du­ziert. Laut einem neu­en Green­peace-Report, sind die Zer­stö­rung der Regen­wäl­der und Men­schen­rechts­ver­let­zun­gen auch bei der Lie­fer­ket­te für Scho­ko­la­de trau­ri­ge Rea­li­tät. Oft befol­gen Unter­neh­men zwar in Euro­pa alle Geset­ze, arbei­ten aber inter­na­tio­nal mit Zulie­fer­be­trie­ben zusam­men, die Men­schen­rech­te miss­ach­ten sowie Arbeit­neh­me­rIn­nen und Umwelt aus­beu­ten – und das unge­straft. Die Ver­ant­wor­tung für die Arbeits- und Pro­duk­ti­ons­be­din­gun­gen wird ein­fach den Zulie­fer­be­trie­ben und Toch­ter­ge­sell­schaf­ten zuge­scho­ben. Die AK begrüßt daher jede Initia­ti­ve, die dazu bei­trägt, dass Unter­neh­men end­lich in die Pflicht genom­men wer­den. Fai­re Spiel­re­geln erwünscht Der Wunsch nach fai­ren Spiel­re­geln ist groß: Mehr als eine hal­be Mil­li­on EU-Bür­ge­rIn­nen haben sich an inter­na­tio­na­len Kam­pa­gnen betei­ligt und die Kom­mis­si­on auf­ge­for­dert, einen Vor­schlag für ein Lie­fer­ket­ten­ge­setz vor­zu­le­gen, das Unter­neh­men dazu ver­pflich­tet, in ihren glo­ba­len Lie­fer­ket­ten Men­schen­rech­te und Umwelt­stan­dards ein­zu­hal­ten. AK und ÖGB sind auch Teil der öster­rei­chi­schen Kam­pa­gne „Men­schen­rech­te brau­chen Geset­ze“, die sich für trans­pa­ren­te Lie­fer­ket­ten ein­setzt. Hier wird die öster­rei­chi­sche Bun­des­re­gie­rung auf­ge­for­dert, tätig zu wer­den und sich für ein Gesetz auf euro­päi­scher, aber auch auf natio­na­ler und inter­na­tio­na­ler Ebe­ne einzusetzen.

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Drei Mona­te schuf­te­te Abdul­lah N. bei einer wirt­schaft­lich sehr erfolg­rei­chen IT Fir­ma, ersetz­te dort eine vol­le Arbeits­kraft. Doch er bekam nur 1.100 Euro dafür, weil er die Arbeit ja als Pflicht­prak­ti­kum für sein Stu­di­um brauch­te. AK Prä­si­den­tin Rena­te Anderl: „Jun­ge Men­schen gehö­ren respekt­voll behan­delt und gerecht bezahlt. Die AK hat Abdul­lah gehol­fen und 2.200 Euro Ent­gelt­nach­zah­lung für ihn her­aus­ge­holt.“ Zunächst freu­te sich Abdul­lah M. sehr, als er die Zusa­ge für eine Prak­ti­kums­stel­le bei einer IT Fir­ma bekam. Schließ­lich hat­te er eini­ges an Ein­satz inves­tiert: Er hat­te von sich aus auf einer Ver­an­stal­tung eine Mit­ar­bei­te­rin auf ein Prak­ti­kum ange­spro­chen und muss­te dann ein mehr­stu­fi­ges Aus­wahl­ver­fah­ren bestehen. Doch als eine Woche vor sei­nem Arbeits­be­ginn in der Per­so­nal­ab­tei­lung des Unter­neh­mens der Ver­trag ein­tru­del­te, war er nicht mehr so begeis­tert: Es gebe kei­nen Ver­gü­tungs­an­spruch stand dar­in. Und das, obwohl ihm die Per­so­nal­che­fin ver­si­chert hat­te: „Es gibt bei uns kei­ne unbe­zahl­ten Tätig­kei­ten.“ Abdul­lah M. arbei­te­te trotz­dem, schließ­lich muss­te er für sein Stu­di­um ein Pflicht­prak­ti­kum machen. Er koor­di­nier­te Ter­mi­ne, orga­ni­sier­te Bespre­chun­gen samt Ver­pfle­gung, traf bei offe­nen Stel­len eine Vor­auswahl unter den Bewer­be­rin­nen und Bewer­bern, und vie­les mehr. Im Wesent­li­chen folg­te er einer Kol­le­gin nach, deren Arbeits­ver­hält­nis zwei Wochen nach Abdul­lahs Arbeits­an­tritt ende­te. Immer wie­der frag­te er sei­ne Vor­ge­setz­te nach sei­ner Bezah­lung, aber die Per­so­nal­che­fin sag­te, sie müs­se sich erst nach dem Ent­gelt erkun­di­gen. Schließ­lich been­de­te Abdul­lah M. das Arbeits­ver­hält­nis nach drei Mona­ten. Er bekam noch ein sehr gutes Dienst­zeug­nis aus­ge­stellt, aber bezahlt wur­den ihm für drei Mona­te nur 1.100 Euro. „Ich war sehr ent­täuscht“, sagt Abdul­lah N. „Hät­ten sie mir von Anfang an gesagt, dass sie wenig oder nichts bezah­len, hät­te ich das Prak­ti­kum zwar trotz­dem gemacht. Aber ich hät­te nicht drei Mona­te Voll­zeit gear­bei­tet. Ich habe wäh­rend­des­sen von mei­nen Erspar­nis­sen gelebt.“ Der jun­ge Mann wand­te sich an den Rechts­schutz der Arbei­ter­kam­mer und zog mit die­ser Hil­fe vor das Arbeits- und Sozi­al­ge­richt Wien. Das ent­schied: 2.200 Euro Nach­zah­lung. Abdul­lah N. ist mit dem Ergeb­nis zufrie­den: „Es ist nicht ein­fach, als Stu­dent irgend­wo Fuß zu fas­sen. Da sagt man als Prak­ti­kant nicht ein­fach: Nein, das ist mein Recht! Aber ich bin zur AK gegan­gen und es macht sich bezahlt.“

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Die Lehr­lin­ge sind beson­ders schwer von der Coro­na-Pan­de­mie betrof­fen. Vie­le wis­sen nicht, ob sie nach Ende ihrer Leh­re über­nom­men wer­den und sie befürch­ten, dass sich die Kri­se nega­tiv auf ihre beruf­li­che Zukunft aus­wirkt“, sagt Sumit Kumar, Bun­des­ju­gend­se­kre­tär der Gewerk­schaft vida. Dass die Regie­rung auf jun­ge Men­schen ver­gisst, sei nicht neu — die Kri­se habe die Situa­ti­on aber zusätz­lich ver­schärft. „Es fehlt an ech­ten Per­spek­ti­ven und die Regie­rung ist gefor­dert, hier end­lich aus den Ankün­di­gun­gen her­aus­zu­kom­men und in die Umset­zung zu gehen“, so Kumar, der zudem betont, dass die Regie­ren­den die Sor­gen der jun­gen Men­schen end­lich ernst neh­men müs­sen. Ein von der vida-Jugend for­mu­lier­tes Zehn-Punk­te-Pro­gramm soll dem Appell nun Nach­druck ver­lei­hen, da ein Brief von der Schul­spre­che­rin der Berufs­schu­le für Gast­ge­wer­be in Wien mit kri­ti­schen Fra­gen an Bun­des­kanz­ler Kurz nur unzu­rei­chend beant­wor­tet wur­de. „Der Kanz­ler wird dem­nächst 1.000 Brie­fe von jun­gen Men­schen erhal­ten, die sich Sor­gen um ihre Zukunft machen und im Brief auf­for­dern, tätig zu wer­den“, erklärt die stell­ver­tre­ten­de vida-Bun­des­ju­gend­vor­sit­zen­de Serin Mrou­ki. Zen­tra­le For­de­run­gen in dem Zehn-Punk­te-Pro­gramm sind die Schaf­fung von Lehr­plät­zen in staats­na­hen Betrie­ben sowie Inves­ti­tio­nen in die über­be­trieb­li­che Leh­re. „Außer­dem braucht es eine Gleich­be­hand­lung von Lehr­lin­gen mit Schü­lern und Stu­den­ten und eine gene­rel­le Digi­ta­li­sie­rungs- und Moder­ni­sie­rungs­of­fen­si­ve“, so Mrou­ki wei­ter. Vor allem Lehr­lin­ge im Tou­ris­mus sind mit aku­ten Exis­tenz­ängs­ten kon­fron­tiert, weil ihre Betrie­be coro­nabe­dingt seit Mona­ten geschlos­sen sind. „Es braucht hier einen Maß­nah­men­plan, damit Lehr­lin­ge ihren Beruf wei­ter aus­üben kön­nen“, sagt Jan Jung­wirth, Tou­ris­mus­spre­cher der vida-Jugend. Jun­ge Men­schen, die kei­ne Per­spek­ti­ve haben, lei­den deut­lich öfter an psy­chi­schen Erkran­kun­gen, wie etwa Depres­sio­nen, als jene, die in Aus­bil­dung sind. Ein Drit­tel der Selbst­mor­de in Grie­chen­land in der Wirt­schafts­kri­se 2008 war auf die Per­spek­ti­ven­lo­sig­keit von Jugend­li­chen zurück­zu­füh­ren. „In Anbe­tracht der aktu­el­len Coro­na-Kri­se soll­ten alle Alarm­glo­cken in den zustän­di­gen Minis­te­ri­en läu­ten“, schlie­ßen Mrou­ki und Jungwirth.

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Cris­ti N. arbei­te­te als Ver­mes­sungs­tech­ni­ker für eine Indus­trie­ver­mes­sungs­fir­ma. Ein wich­ti­ger Bestand­teil sei­ner Tätig­keit waren aus­ge­dehn­te Dienst­rei­sen, die er immer anstands­los absol­vier­te. Eines Tages wur­de Herr N. von sei­ner Fir­ma recht kurz­fris­tig dar­über infor­miert, dass er eine Dienst­rei­se in den Sudan antre­ten soll­te. Da er vor­her noch nie in Afri­ka war, recher­chier­te er im Inter­net und stell­te fest, dass für Rei­sen in den Sudan Sicher­heits­warn­stu­fe 3 gilt: Das bedeu­tet gewalt­tä­ti­ge Aus­ein­an­der­set­zun­gen, auch mit Todes­fol­gen, und hohes Risi­ko von Ter­ror­an­schlä­gen. Das Außen­mi­nis­te­ri­um rät von nicht unbe­dingt not­wen­di­gen Rei­sen dort­hin ab. Auch eine Rei­he von Imp­fun­gen wird für den Sudan emp­foh­len, die sich bis zum Antritt der Dienst­rei­se nicht mehr aus­ge­gan­gen wären. Außer­dem war der Ter­min die­ser Dienst­rei­se so ange­setzt, dass N. befürch­ten muss­te, sei­nen lan­ge geplan­ten Urlaub nach Rumä­ni­en nicht antre­ten zu kön­nen, für den er bereits Vor­keh­run­gen getrof­fen hat­te. Cris­ti N. teil­te der Fir­ma dar­auf­hin sei­ne Beden­ken mit und was war die Reak­ti­on? Der Tech­ni­ker wur­de ein­fach ent­las­sen! AK Prä­si­den­tin Rena­te Anderl: „Es ist die höchst­per­sön­li­che Ent­schei­dung jedes und jeder Beschäf­tig­ten zu ent­schei­den, ob er oder sie auf­grund einer Rei­se­war­nung eine Dienst­rei­se für zu gefähr­lich hält und auch, wel­che Imp­fun­gen für not­wen­dig erach­tet wer­den. Einen ver­dien­ten Ange­stell­ten, der zuvor alle Dienst­rei­sen immer gemacht hat, zu ent­las­sen, ist ehr­lich gesagt, eine Frech­heit.“ Herr N. wand­te sich an die AK, da er sei­ne Ent­las­sung für unge­recht­fer­tigt hielt. Die AK zog für ihn vor Gericht. Das Arbeits-und Sozi­al­ge­richt schloss sich sei­ner Auf­fas­sung an und die Fir­ma muss­te mehr als 15.000 Euro an Kün­di­gungs­ent­schä­di­gung zurückzahlen.

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