Berufs­wett­be­werb

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Wer zu Beginn der Coro­na-Kri­se unver­schul­det arbeits­los wur­de und bis jetzt kei­nen Job gefun­den hat, gilt als lang­zeit­ar­beits­los. „Die Men­schen in die­ser schwie­ri­gen Situa­ti­on auch noch damit zu bestra­fen, dass sie noch weni­ger als das Arbeits­lo­sen­geld bekom­men, ist nicht nach­voll­zieh­bar“, sagt Ingrid Reischl, Lei­ten­de ÖGB-Sekre­tä­rin, und for­dert die Ver­län­ge­rung der Erhö­hung der Not­stands­hil­fe auf das Arbeits­lo­sen­geld. „Wir ret­ten Betrie­be, sichern Jobs, aber für jene, die unver­schul­det arbeits­los wur­den, haben wir kein Geld. Das kann nicht sein!“ Die Erhö­hung der Not­stands­hil­fe wur­de zum Höhe­punkt der Coro­na-Kri­se im April 2020 beschlos­sen und im Sep­tem­ber ver­län­gert, um die Armuts­ge­fähr­dung in Fol­ge von Arbeits­lo­sig­keit ein­zu­däm­men. „Hun­dert­tau­sen­de Men­schen haben von die­ser erhöh­ten Not­stands­hil­fe pro­fi­tiert und wer­den die­se Unter­stüt­zung auch noch in den kom­men­den Mona­ten brau­chen“, for­dert Reischl die Ver­län­ge­rung für min­des­tens ein wei­te­res hal­bes Jahr. Die Arbeits­lo­sen­zah­len gehen zwar kon­ti­nu­ier­lich, aber viel zu lang­sam zurück. Von einer Ent­span­nung des Arbeits­markts kann ange­sichts von mehr als 400.000 Men­schen ohne Arbeit und fast 500.000 in Kurz­ar­beit nicht die Rede sein. 

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Ihr Traum, Berufs­fo­to­gra­fin zu wer­den, schien für ein 19-jäh­ri­ges Mäd­chen aus dem Bezirk Linz-Land zum Grei­fen nahe, nach­dem sie einen Lehr­platz in einem Lin­zer Foto­stu­dio gefun­den hat­te. Lei­der platz­te der Traum früh, weil sie an den fal­schen Lehr­herrn gera­ten war. Wäh­rend der fünf Beschäf­ti­gungs­mo­na­te hat­te sie 62,5 Über­stun­den leis­ten müs­sen, und das unbe­zahlt. Weil ihr das zu viel wur­de, been­de­te sie das Lehr­ver­hält­nis nach nur fünf Mona­ten – kulan­ter­wei­se ein­ver­nehm­lich. Die Bezah­lung der Über­stun­den muss­te sie aber mit Hil­fe der AK durch­set­zen. „Zwar dür­fen Lehr­lin­ge ab 18 Jah­ren Über­stun­den machen, selbst­ver­ständ­lich sind sie aber zu bezah­len und zwar mit Über­stun­den­zu­schlä­gen. Die jun­ge Frau hat sich an uns um Hil­fe gewandt und wir konn­ten ihr zumin­dest zur Bezah­lung der offe­nen Über­stun­den ver­hel­fen“, sagt AK-Prä­si­dent Dr. Johann Kal­li­au­er. Zum Glück hat­te das Mäd­chen genaue Zeit­auf­zeich­nun­gen geführt. Nach Inter­ven­ti­on der AK zahl­te der Arbeit­ge­ber dem Mäd­chen die offe­ne Sum­me von net­to 635 Euro nach. Das ist für das Mäd­chen ein bedeu­ten­der Betrag. Er ent­spricht immer­hin dem ein­ein­halb­fa­chen der Lehr­lings­ent­schä­di­gung für ein Monat, die für Fotografen/innen bei 428 Euro liegt. Was Lehr­lin­ge zum The­ma Arbeits­zeit unbe­dingt wis­sen soll­ten: Lehr­lin­ge unter 16 Jah­ren dür­fen maxi­mal 40 Stun­den pro Woche arbei­ten und dar­über hin­aus kei­ne Über­stun­den machen. Zwi­schen 16 und 18 Jah­ren sind sie nur in Aus­nah­me­fäl­len erlaubt. Falls Lehr­lin­ge doch Über­stun­den machen (egal, ob zuläs­sig oder unzu­läs­sig), müs­sen die­se mit einem Zuschlag von min­des­tens 50 Pro­zent extra bezahlt bzw. durch einen ent­spre­chen­den Zeit­aus­gleich abge­gol­ten wer­den. An Sonn- und Fei­er­ta­gen und in der Nacht (von 20 bis 6 Uhr) dür­fen Lehr­lin­ge eben­falls nicht arbei­ten. Aus­nah­men gibt es im Gast­ge­wer­be. Dort kann es vor­kom­men, dass Lehr­lin­ge an Sonn- und/oder Fei­er­ta­gen arbei­ten müs­sen. Auf jeden Fall müs­sen sie im Durch­schnitt jeden zwei­ten Sonn­tag frei haben. Jugend­li­che ab 16 Jah­ren dür­fen im Gast­ge­wer­be bis 23 Uhr arbei­ten. Bäcker­lehr­lin­ge ab 15 Jah­ren kön­nen bereits um 4 Uhr mor­gens begin­nen. Wer jün­ger als 18 Jah­re ist, hat spä­tes­tens nach sechs Stun­den Arbeit das Recht auf eine Ruhe­pau­se, die min­des­tens eine hal­be Stun­de dau­ern muss. Außer­dem muss zwi­schen zwei Arbeits­ta­gen eine durch­ge­hen­de Nacht­ru­he von zwölf Stun­den gewähr­leis­tet sein. Am Wochen­en­de haben Lehr­lin­ge das Recht auf zwei zusam­men­hän­gen­de freie Tage (dar­un­ter jeden­falls den Sonn­tag). Für Lehr­lin­ge, die 18 Jah­re und älter sind, gel­ten die glei­chen Arbeits­zeit­re­geln wie für ande­re erwach­se­ne Arbeit­neh­mer/-innen, die im Arbeits­zeit­ge­setz (AZG) bzw. in den jewei­li­gen Kol­lek­tiv­ver­trä­gen fest­ge­schrie­ben sind.

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Ange­sichts der stei­gen­den Infek­ti­ons­zah­len vor allem im Osten Öster­reichs befür­wor­tet AK Prä­si­den­tin Rena­te Anderl Maß­nah­men zum Schutz der Gesund­heit der Men­schen. „Alles, was dazu bei­trägt, die Infek­ti­ons­zah­len zu sen­ken und damit das Gesund­heits­we­sen zu ent­las­ten, ist jetzt wich­tig“, so Anderl. „Dafür braucht es aber auch Rah­men­be­din­gun­gen, um zusätz­li­che Belas­tung der Arbeit­neh­me­rIn­nen zu ver­hin­dern, etwa, wenn das Tra­gen von FFP2-Mas­ken innen und außen ver­pflich­tend wird. Bei zwei Grup­pen sieht Anderl aku­ten Hand­lungs­be­darf: Schwan­ge­re und Risi­ko­grup­pen. „Ich schlie­ße mich der For­de­rung der GPA an, Schwan­ge­re sofort frei­zu­stel­len, vor allem wenn das Tra­gen von FFP2-Mas­ken nun gene­rell Pflicht wird. Das kann man von Schwan­ge­ren nicht ver­lan­gen, wer­den­de Müt­ter und ihre Kin­der müs­sen jetzt beson­ders geschützt wer­den.“ Die Ver­ord­nung über die Risi­ko­grup­pen lau­fe Ende März aus, sie müs­se jetzt drin­gend ver­län­gert bis Ende Juni wer­den, for­dert Anderl. „Wenn die Zah­len stei­gen, mit der bri­ti­schen Muta­ti­on eine, wie man uns erklärt, aggres­si­ve­re Vari­an­te des Virus im Umlauf ist, dann führt dar­an kein Weg vor­bei. Die gesetz­li­che Grund­la­ge dafür gibt es ja, der Gesund­heits­mi­nis­ter muss das rasch in die Wege leiten.“

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Kin­der­ar­beit auf Kakao­plan­ta­gen in West­afri­ka, bren­nen­de Regen­wäl­der für Palm­öl in Indo­ne­si­en, Aus­beu­tung in Tex­til­fa­bri­ken in Ban­gla­desch – vie­le Pro­duk­te, die wir kon­su­mie­ren, wer­den unter sol­chen Bedin­gun­gen pro­du­ziert. Laut einem neu­en Green­peace-Report, sind die Zer­stö­rung der Regen­wäl­der und Men­schen­rechts­ver­let­zun­gen auch bei der Lie­fer­ket­te für Scho­ko­la­de trau­ri­ge Rea­li­tät. Oft befol­gen Unter­neh­men zwar in Euro­pa alle Geset­ze, arbei­ten aber inter­na­tio­nal mit Zulie­fer­be­trie­ben zusam­men, die Men­schen­rech­te miss­ach­ten sowie Arbeit­neh­me­rIn­nen und Umwelt aus­beu­ten – und das unge­straft. Die Ver­ant­wor­tung für die Arbeits- und Pro­duk­ti­ons­be­din­gun­gen wird ein­fach den Zulie­fer­be­trie­ben und Toch­ter­ge­sell­schaf­ten zuge­scho­ben. Die AK begrüßt daher jede Initia­ti­ve, die dazu bei­trägt, dass Unter­neh­men end­lich in die Pflicht genom­men wer­den. Fai­re Spiel­re­geln erwünscht Der Wunsch nach fai­ren Spiel­re­geln ist groß: Mehr als eine hal­be Mil­li­on EU-Bür­ge­rIn­nen haben sich an inter­na­tio­na­len Kam­pa­gnen betei­ligt und die Kom­mis­si­on auf­ge­for­dert, einen Vor­schlag für ein Lie­fer­ket­ten­ge­setz vor­zu­le­gen, das Unter­neh­men dazu ver­pflich­tet, in ihren glo­ba­len Lie­fer­ket­ten Men­schen­rech­te und Umwelt­stan­dards ein­zu­hal­ten. AK und ÖGB sind auch Teil der öster­rei­chi­schen Kam­pa­gne „Men­schen­rech­te brau­chen Geset­ze“, die sich für trans­pa­ren­te Lie­fer­ket­ten ein­setzt. Hier wird die öster­rei­chi­sche Bun­des­re­gie­rung auf­ge­for­dert, tätig zu wer­den und sich für ein Gesetz auf euro­päi­scher, aber auch auf natio­na­ler und inter­na­tio­na­ler Ebe­ne einzusetzen.

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Drei Mona­te schuf­te­te Abdul­lah N. bei einer wirt­schaft­lich sehr erfolg­rei­chen IT Fir­ma, ersetz­te dort eine vol­le Arbeits­kraft. Doch er bekam nur 1.100 Euro dafür, weil er die Arbeit ja als Pflicht­prak­ti­kum für sein Stu­di­um brauch­te. AK Prä­si­den­tin Rena­te Anderl: „Jun­ge Men­schen gehö­ren respekt­voll behan­delt und gerecht bezahlt. Die AK hat Abdul­lah gehol­fen und 2.200 Euro Ent­gelt­nach­zah­lung für ihn her­aus­ge­holt.“ Zunächst freu­te sich Abdul­lah M. sehr, als er die Zusa­ge für eine Prak­ti­kums­stel­le bei einer IT Fir­ma bekam. Schließ­lich hat­te er eini­ges an Ein­satz inves­tiert: Er hat­te von sich aus auf einer Ver­an­stal­tung eine Mit­ar­bei­te­rin auf ein Prak­ti­kum ange­spro­chen und muss­te dann ein mehr­stu­fi­ges Aus­wahl­ver­fah­ren bestehen. Doch als eine Woche vor sei­nem Arbeits­be­ginn in der Per­so­nal­ab­tei­lung des Unter­neh­mens der Ver­trag ein­tru­del­te, war er nicht mehr so begeis­tert: Es gebe kei­nen Ver­gü­tungs­an­spruch stand dar­in. Und das, obwohl ihm die Per­so­nal­che­fin ver­si­chert hat­te: „Es gibt bei uns kei­ne unbe­zahl­ten Tätig­kei­ten.“ Abdul­lah M. arbei­te­te trotz­dem, schließ­lich muss­te er für sein Stu­di­um ein Pflicht­prak­ti­kum machen. Er koor­di­nier­te Ter­mi­ne, orga­ni­sier­te Bespre­chun­gen samt Ver­pfle­gung, traf bei offe­nen Stel­len eine Vor­auswahl unter den Bewer­be­rin­nen und Bewer­bern, und vie­les mehr. Im Wesent­li­chen folg­te er einer Kol­le­gin nach, deren Arbeits­ver­hält­nis zwei Wochen nach Abdul­lahs Arbeits­an­tritt ende­te. Immer wie­der frag­te er sei­ne Vor­ge­setz­te nach sei­ner Bezah­lung, aber die Per­so­nal­che­fin sag­te, sie müs­se sich erst nach dem Ent­gelt erkun­di­gen. Schließ­lich been­de­te Abdul­lah M. das Arbeits­ver­hält­nis nach drei Mona­ten. Er bekam noch ein sehr gutes Dienst­zeug­nis aus­ge­stellt, aber bezahlt wur­den ihm für drei Mona­te nur 1.100 Euro. „Ich war sehr ent­täuscht“, sagt Abdul­lah N. „Hät­ten sie mir von Anfang an gesagt, dass sie wenig oder nichts bezah­len, hät­te ich das Prak­ti­kum zwar trotz­dem gemacht. Aber ich hät­te nicht drei Mona­te Voll­zeit gear­bei­tet. Ich habe wäh­rend­des­sen von mei­nen Erspar­nis­sen gelebt.“ Der jun­ge Mann wand­te sich an den Rechts­schutz der Arbei­ter­kam­mer und zog mit die­ser Hil­fe vor das Arbeits- und Sozi­al­ge­richt Wien. Das ent­schied: 2.200 Euro Nach­zah­lung. Abdul­lah N. ist mit dem Ergeb­nis zufrie­den: „Es ist nicht ein­fach, als Stu­dent irgend­wo Fuß zu fas­sen. Da sagt man als Prak­ti­kant nicht ein­fach: Nein, das ist mein Recht! Aber ich bin zur AK gegan­gen und es macht sich bezahlt.“

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Die Lehr­lin­ge sind beson­ders schwer von der Coro­na-Pan­de­mie betrof­fen. Vie­le wis­sen nicht, ob sie nach Ende ihrer Leh­re über­nom­men wer­den und sie befürch­ten, dass sich die Kri­se nega­tiv auf ihre beruf­li­che Zukunft aus­wirkt“, sagt Sumit Kumar, Bun­des­ju­gend­se­kre­tär der Gewerk­schaft vida. Dass die Regie­rung auf jun­ge Men­schen ver­gisst, sei nicht neu — die Kri­se habe die Situa­ti­on aber zusätz­lich ver­schärft. „Es fehlt an ech­ten Per­spek­ti­ven und die Regie­rung ist gefor­dert, hier end­lich aus den Ankün­di­gun­gen her­aus­zu­kom­men und in die Umset­zung zu gehen“, so Kumar, der zudem betont, dass die Regie­ren­den die Sor­gen der jun­gen Men­schen end­lich ernst neh­men müs­sen. Ein von der vida-Jugend for­mu­lier­tes Zehn-Punk­te-Pro­gramm soll dem Appell nun Nach­druck ver­lei­hen, da ein Brief von der Schul­spre­che­rin der Berufs­schu­le für Gast­ge­wer­be in Wien mit kri­ti­schen Fra­gen an Bun­des­kanz­ler Kurz nur unzu­rei­chend beant­wor­tet wur­de. „Der Kanz­ler wird dem­nächst 1.000 Brie­fe von jun­gen Men­schen erhal­ten, die sich Sor­gen um ihre Zukunft machen und im Brief auf­for­dern, tätig zu wer­den“, erklärt die stell­ver­tre­ten­de vida-Bun­des­ju­gend­vor­sit­zen­de Serin Mrou­ki. Zen­tra­le For­de­run­gen in dem Zehn-Punk­te-Pro­gramm sind die Schaf­fung von Lehr­plät­zen in staats­na­hen Betrie­ben sowie Inves­ti­tio­nen in die über­be­trieb­li­che Leh­re. „Außer­dem braucht es eine Gleich­be­hand­lung von Lehr­lin­gen mit Schü­lern und Stu­den­ten und eine gene­rel­le Digi­ta­li­sie­rungs- und Moder­ni­sie­rungs­of­fen­si­ve“, so Mrou­ki wei­ter. Vor allem Lehr­lin­ge im Tou­ris­mus sind mit aku­ten Exis­tenz­ängs­ten kon­fron­tiert, weil ihre Betrie­be coro­nabe­dingt seit Mona­ten geschlos­sen sind. „Es braucht hier einen Maß­nah­men­plan, damit Lehr­lin­ge ihren Beruf wei­ter aus­üben kön­nen“, sagt Jan Jung­wirth, Tou­ris­mus­spre­cher der vida-Jugend. Jun­ge Men­schen, die kei­ne Per­spek­ti­ve haben, lei­den deut­lich öfter an psy­chi­schen Erkran­kun­gen, wie etwa Depres­sio­nen, als jene, die in Aus­bil­dung sind. Ein Drit­tel der Selbst­mor­de in Grie­chen­land in der Wirt­schafts­kri­se 2008 war auf die Per­spek­ti­ven­lo­sig­keit von Jugend­li­chen zurück­zu­füh­ren. „In Anbe­tracht der aktu­el­len Coro­na-Kri­se soll­ten alle Alarm­glo­cken in den zustän­di­gen Minis­te­ri­en läu­ten“, schlie­ßen Mrou­ki und Jungwirth.

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Cris­ti N. arbei­te­te als Ver­mes­sungs­tech­ni­ker für eine Indus­trie­ver­mes­sungs­fir­ma. Ein wich­ti­ger Bestand­teil sei­ner Tätig­keit waren aus­ge­dehn­te Dienst­rei­sen, die er immer anstands­los absol­vier­te. Eines Tages wur­de Herr N. von sei­ner Fir­ma recht kurz­fris­tig dar­über infor­miert, dass er eine Dienst­rei­se in den Sudan antre­ten soll­te. Da er vor­her noch nie in Afri­ka war, recher­chier­te er im Inter­net und stell­te fest, dass für Rei­sen in den Sudan Sicher­heits­warn­stu­fe 3 gilt: Das bedeu­tet gewalt­tä­ti­ge Aus­ein­an­der­set­zun­gen, auch mit Todes­fol­gen, und hohes Risi­ko von Ter­ror­an­schlä­gen. Das Außen­mi­nis­te­ri­um rät von nicht unbe­dingt not­wen­di­gen Rei­sen dort­hin ab. Auch eine Rei­he von Imp­fun­gen wird für den Sudan emp­foh­len, die sich bis zum Antritt der Dienst­rei­se nicht mehr aus­ge­gan­gen wären. Außer­dem war der Ter­min die­ser Dienst­rei­se so ange­setzt, dass N. befürch­ten muss­te, sei­nen lan­ge geplan­ten Urlaub nach Rumä­ni­en nicht antre­ten zu kön­nen, für den er bereits Vor­keh­run­gen getrof­fen hat­te. Cris­ti N. teil­te der Fir­ma dar­auf­hin sei­ne Beden­ken mit und was war die Reak­ti­on? Der Tech­ni­ker wur­de ein­fach ent­las­sen! AK Prä­si­den­tin Rena­te Anderl: „Es ist die höchst­per­sön­li­che Ent­schei­dung jedes und jeder Beschäf­tig­ten zu ent­schei­den, ob er oder sie auf­grund einer Rei­se­war­nung eine Dienst­rei­se für zu gefähr­lich hält und auch, wel­che Imp­fun­gen für not­wen­dig erach­tet wer­den. Einen ver­dien­ten Ange­stell­ten, der zuvor alle Dienst­rei­sen immer gemacht hat, zu ent­las­sen, ist ehr­lich gesagt, eine Frech­heit.“ Herr N. wand­te sich an die AK, da er sei­ne Ent­las­sung für unge­recht­fer­tigt hielt. Die AK zog für ihn vor Gericht. Das Arbeits-und Sozi­al­ge­richt schloss sich sei­ner Auf­fas­sung an und die Fir­ma muss­te mehr als 15.000 Euro an Kün­di­gungs­ent­schä­di­gung zurückzahlen.

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Nach wir vor ist kei­ne ech­te Erleich­te­rung am Arbeits­markt abseh­bar. Acht Arbeits­lo­se kom­men der­zeit auf eine offe­ne Stel­le. „Da geht es sich beim bes­ten Wil­len nicht aus, dass alle rasch einen Job fin­den“, sagt Ingrid Reischl, Lei­ten­de ÖGB-Sekre­tä­rin. Wie man bei die­ser Arbeits­markt­la­ge davon reden kön­ne, dass es mehr Anrei­ze für die Job­su­che braucht, sei völ­lig unver­ständ­lich. Arbeits­lo­se befän­den sich nicht in irgend­ei­ner Hän­ge­mat­te, son­dern „in einer trau­ri­gen Zeit­schlei­fe der Job­su­che”, so Reischl: „Nach einem Jahr Coro­na-Kri­se muss allen klar sein, dass das Arbeits­lo­sen­geld erhöht wer­den muss, um Betrof­fe­ne zumin­dest finan­zi­ell abzu­si­chern.“ Klar muss auch sein: Wer zu Beginn der Kri­se arbeits­los wur­de, zählt bald zu den Lang­zeit­ar­beits­lo­sen. Damit gehen finan­zi­el­le Ver­lus­te ein­her. „Zahl­rei­che Betrof­fe­ne haben sich in den letz­ten Mona­ten ver­zwei­felt an die Gewerk­schaf­ten gewandt und berich­tet, dass sie mit dem Arbeits­lo­sen­geld nicht aus­kom­men“, sagt die Lei­ten­de ÖGB-Sekre­tä­rin. So ste­hen bei­spiels­wei­se einer Kas­sie­rin in der größ­ten Beschäf­tig­ten­grup­pe Han­del – der, so Reischl, ja nicht nur aus den wäh­rend der Pan­de­mie geöff­ne­ten Super­märk­ten besteht — laut Kol­lek­tiv­ver­trag im drit­ten Jahr ihrer Tätig­keit min­des­tens 1.700 Euro brut­to zu. Ver­liert sie aber ihre Arbeit, steht ihr nur mehr ein AMS-Tag­satz von 31,17 Euro zu, das sind 935,1 Euro net­to pro Monat. Das bedeu­tet einen Jah­res-Net­to­ver­lust von 8.039,50 Euro oder monat­lich 670 Euro. „Wer nicht will, dass die­se Men­schen in die Armut abrut­schen, muss jetzt das Arbeits­lo­sen­geld erhö­hen“, for­dert Reischl abschlie­ßend ein­mal mehr.

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Die Bun­des­re­gie­rung ist ein­mal mehr gefor­dert, bei der Bekämp­fung der Arbeits­lo­sig­keit schnel­ler in die Gän­ge zu kom­men“, sagt AK Prä­si­den­tin Rena­te Anderl ange­sichts der heu­te prä­sen­tier­ten Arbeits­lo­sen­zah­len. Neben kurz­fris­ti­gen Maß­nah­men wie der Ver­län­ge­rung der COVI­D19-Kurz­ar­beit bis Mit­te des Jah­res muss die Bun­des­re­gie­rung rasch wir­kungs­vol­le Instru­men­te ein­set­zen, um die Arbeits­lo­sig­keit maß­geb­lich zu sen­ken und um sicher­zu­stel­len, dass unser Sozi­al­staat auch wei­ter­hin funk­tio­niert. „Dem Staat kommt hier eine wich­ti­ge Rol­le als Beschäf­ti­gungs­mo­tor und Arbeit­ge­ber zu“, so Anderl. „Denn jeder Euro, den die öffent­li­che Hand inves­tiert, fließt mit bis zu 70 Pro­zent wie­der ins Bud­get retour.“ Die AK schlägt daher vor, dass Arbeits­plät­ze in der Pfle­ge, in den Kin­der­gär­ten, in der Bil­dung, im öffent­li­chen Nah­ver­kehr, im Kampf gegen die Kli­ma­kri­se und im Bereich Digi­ta­li­sie­rung geschaf­fen wer­den. Ein wei­te­res Instru­ment zur Ent­las­tung des Arbeits­markts bie­tet die im AK-Modell „Chan­ce 45“ vor­ge­schla­ge­ne Schaf­fung geför­der­ter Arbeits­plät­ze für Lang­zeit­ar­beits­lo­se in öffent­li­chen Dienst­leis­tun­gen im sozia­len, öko­lo­gi­schen oder kul­tu­rel­len Bereich, die auch mit einer Gemein­de­mil­li­ar­de finan­ziert wer­den könn­ten. Damit könn­ten für bis zu 45.000 Men­schen im Alter ab 45 sinn­vol­le Beschäf­ti­gungs­mög­lich­kei­ten geschaf­fen wer­den, z.B. in Gemein­den oder gemein­nüt­zi­gen Ein­rich­tun­gen. „Hin­ter den Arbeits­lo­sen­zah­len ste­cken Men­schen, die Ängs­te und finan­zi­el­le Nöte haben. Es braucht daher auch eine Erhö­hung des Arbeits­lo­sen­gel­des auf 70 Pro­zent und end­lich Per­spek­ti­ven auf dem Arbeits­markt!“, so Anderl abschließend.

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Anläss­lich des Equal Pay Day am kom­men­den Sonn­tag for­dert AK Prä­si­den­tin Rena­te Anderl ein Durch­grei­fen bei Lohn­dis­kri­mi­nie­rung: „Sogar wenn man jede struk­tu­rel­le Benach­tei­li­gung von Frau­en weg­rech­net, ist der Anteil der puren Lohn­dis­kri­mi­nie­rung noch immer erschre­ckend hoch. Das zeigt die Sta­tis­tik. Wir brau­chen wirk­sa­me­re Mit­tel, um Lohn­dis­kri­mi­nie­rung auf­zu­de­cken. Dar­um for­de­re ich vol­le Lohn­trans­pa­renz in den Betrie­ben.“ Öster­reich hat einen der höchs­ten Ein­kom­mens­un­ter­schie­de in der EU – erwerbs­tä­ti­ge Frau­en sind damit oft wirt­schaft­lich abhän­gig von einem Mann. Als Fol­ge nied­ri­ge­rer Ein­kom­men haben sie auch schwer­wie­gen­de Nach­tei­le bei der sozia­len Absi­che­rung, ins­be­son­de­re im Alter und, wie jetzt in der Coro­na­kri­se zu sehen, bei Arbeits­lo­sig­keit. Anderl: „Frau­en sind stär­ker von der Coro­na-Arbeits­lo­sig­keit betrof­fen als Män­ner. Die Frau­en, die jetzt arbeits­los gewor­den sind, hat­ten im Durch­schnitt sowie­so schon um 35 Pro­zent weni­ger Ein­kom­men als Män­ner und von die­sem nied­ri­ge­ren Ein­kom­men fällt jetzt noch­mal die Hälf­te weg!“ Die AK Prä­si­den­tin for­dert drei Maß­nah­men: „Ers­tens: Das Arbeits­lo­sen­geld muss ange­ho­ben wer­den, die Net­to­er­satz­ra­te muss von 55 auf 70 Pro­zent stei­gen. Zwei­tens: Fami­li­en­ar­beit wird noch immer haupt­säch­lich als Auf­ga­be der Frau­en ver­stan­den. Dabei braucht es ein Dorf, um ein Kind zu erzie­hen, wie es so schön heißt. Hier muss die Poli­tik deut­lich mehr Ver­ant­wor­tung zu über­neh­men. Dar­um for­dern wir gemein­sam mit der Wirt­schaft eine Mil­li­ar­de Euro für den Aus­bau von Kin­der­gär­ten und Co. Und dazu mehr Betei­li­gung von Vätern und eine Ver­kür­zung der Wochen­ar­beits­zeit. Drit­tens: Vol­le Lohn­trans­pa­renz in den Betrieben.“

Berufs­wett­be­werb

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