Jugendkollektiv

Es liegt in der Natur des Men­schen, mitbes­tim­men zu wollen. Wenn die Regierung der Jugend ihre Stimme nimmt, wird sie laut. Denn das lassen wir uns nicht gefall­en“, sagt Susanne Hofer, Vor­sitzende der Öster­re­ichis­chen Gew­erkschaft­sju­gend (ÖGJ), bei der sech­sten Jugend­ver­trauen­sräte-Kon­ferenz der ÖGJ unter dem Mot­to „Jugend.Mitbestimmung.Jetzt!“ in Wien. „Die poli­tis­che Mitbes­tim­mung ist eines der wichtig­sten Merk­male der Demokratie. Und die erste Form der demokratis­chen Mitbes­tim­mung im Betrieb ist der Jugend­ver­trauen­srat. Der muss unbe­d­ingt bleiben“, so die Vor­sitzende vor mehr als 100 Jugendvertrauensräte*innen, die diese Forderung mit einem Beschluss unter­stützen. Bil­dung ist ein Grund­stein für alles im Leben“, so die Vor­sitzende. In sechs Work­shops zu The­men wie Europa, Gle­ich­be­hand­lung, Arbeit­szeit­ge­setz, oder Medi­en­nutzung kon­nten sich die Jugendvertrauensräte*innen weit­er­bilden. „Um als Jugend­ver­trauen­srat oder Jugend­ver­trauen­srätin den Kollegen*innen im Betrieb zu helfen, ist es wichtig gut informiert zu sein“, so Hofer. „Wir bilden unsere Jugendvertrauensräte*innen aus, weil sie dadurch ein Garant für eine gute Lehrlingsaus­bil­dung im Betrieb sind. Wer die Lehrlingssprech­er abschaf­fen will, weiß nicht, welch­er Mehrw­ert dadurch für die Lehrlinge und für die Unternehmer im Betrieb ver­loren geht. Die Regierung wäre gut berat­en, den Jugend­ver­trauen­srat zu erhal­ten und jun­gen muti­gen Men­schen die Möglichkeit der Mitbes­tim­mung zu geben und die Zukun­ft ihrer Arbeitswelt mitzugestal­ten. Denn vor allem der Jugend­ver­trauen­srat schaut im Betrieb darauf, dass die Aus­bil­dung gut abläuft und trägt dazu bei, die Aus­bil­dung zu verbessern. Wer die Jugend ignori­ert, ist nicht nur feig, son­dern ver­ant­wor­tungs­los“, sagt die ÖGJ-Vor­sitzende abschließend.