Infor­ma­ti­on

Bei über einer hal­ben Mil­li­on Arbeits­lo­sen müss­ten schon längst alle Alarm­glo­cken läu­ten“, kom­men­tiert AK Prä­si­den­tin Rena­te Anderl die aktu­el­le Lage am Arbeits­markt. „Gegen das Coro­na­vi­rus gibt es bereits Imp­fun­gen. Gegen die hohe Arbeits­lo­sig­keit hin­ge­gen wird es kei­ne Imp­fung geben, daher brau­chen wir drin­gend eine ande­re The­ra­pie!“ Eine Qua­li­fi­zie­rungs­of­fen­si­ve, um die Chan­cen der Arbeit­neh­me­rIn­nen im statt­fin­den­den Struk­tur­wan­del zu erhö­hen, ist eben­so not­wen­dig wie mehr Beschäf­ti­gung in sozia­len Dienst­leis­tun­gen. Neben Tech­ni­ke­rIn­nen braucht es auch gut aus­bil­de­te Arbeit­neh­me­rIn­nen in den Gesund­heits­be­ru­fen, in den Kin­der­gär­ten und für die Pfle­ge. Ganz beson­de­res Augen­merk muss dabei auf jun­ge Men­schen und Frau­en gerich­tet wer­den. Aus­bil­dun­gen allei­ne rei­chen jedoch nicht, um die Arbeits­lo­sig­keit zu bekämp­fen. Anderl regt ein gemein­sa­mes Pro­jekt von Regie­rung und Sozi­al­part­nern an: „Kon­kret den­ken wir an eine gro­ße Arbeits­markt­of­fen­si­ve zur Über­win­dung der Coro­na-Kri­se und eine wirt­schafts­po­li­ti­sche Gesamt­stra­te­gie zur Bewäl­ti­gung des Struk­tur­wan­dels. Die öffent­li­che Hand spielt hier eine wesent­li­che Rol­le.“ „Wir wis­sen, dass sich Arbeits­lo­sig­keit schnell ver­fes­tigt. Die Regie­rung hat jetzt die Auf­ga­be, Men­schen schnell aus der Arbeits­lo­sig­keit zu holen“, mahnt Anderl Tem­po bei der Kri­sen­be­wäl­ti­gung ein. „Es braucht nach fast einem Jahr Kri­se end­lich wie­der Lichtblicke!“