Infor­ma­ti­on

Es ist grund­sätz­lich begrü­ßens­wert, dass die Bun­des­re­gie­rung spät aber doch erkannt hat, dass es sinn­voll ist, schwan­ge­re Arbeit­neh­me­rin­nen und ihre unge­bo­re­nen Kin­der aktu­ell beson­ders zu schüt­zen und von der Arbeit frei­zu­stel­len. Aller­dings ist nach wie vor ein gro­ßer Teil der Schwan­ge­ren von der Rege­lung aus­ge­schlos­sen – die Mög­lich­keit eines vor­zei­ti­gen Mut­ter­schut­zes muss end­lich für alle schwan­ge­ren Arbeit­neh­me­rin­nen in allen Bran­chen gel­ten,“ zeigt sich ÖGB-Vize­prä­si­den­tin und ‑Frau­en­vor­sit­zen­de Korin­na Schu­mann anläss­lich der heu­te im Natio­nal­rat beschlos­se­nen Ver­län­ge­rung der Arbeits­frei­stel­lung für Schwan­ge­re bis Juni 2021 ver­är­gert. Es sei nicht ver­ständ­lich, war­um nur schwan­ge­re Arbeit­neh­me­rin­nen mit Beru­fen, die direk­ten Kör­per­kon­takt erfor­dern, die­se recht­li­che Mög­lich­keit in Anspruch neh­men könn­ten – schwan­ge­re Arbeit­neh­me­rin­nen in Bran­chen wie Han­del oder Pro­duk­ti­on, die schließ­lich sys­tem­re­le­vant sind, hin­ge­gen nicht. „Wir brau­chen hier umfas­sen­de Lösungs­kon­zep­te und for­dern in die­ser für alle sehr belas­ten­den Aus­nah­me­si­tua­ti­on wei­ter­hin die Mög­lich­keit auf einen vor­ge­zo­ge­nen Mut­ter­schutz für alle Schwan­ge­ren – denn jedes Kind muss gleich viel wert sein“, so die Vizepräsidentin.