Infor­ma­ti­on

Arbeit­neh­me­rIn­nen gera­ten nach Coro­na-Tes­tun­gen oft in grö­be­re Pro­ble­me am Arbeits­platz, wenn die Qua­ran­tä­ne-Beschei­de nicht oder stark zeit­ver­zö­gert zuge­stellt wer­den. Ohne den Bescheid bekom­men die Arbeit­ge­ber kei­ne Refun­die­rung des Gehalts für die Qua­ran­tä­ne­zeit. Das macht vie­le Arbeit­ge­ber ner­vös, die dann ver­lan­gen, trotz Infektion(sverdachts) in die Arbeit zu kom­men oder Urlaub oder Zeit­aus­gleich zu kon­su­mie­ren. Wenn jetzt nach den Mas­sen­tes­tun­gen zig­tau­sen­de Men­schen als posi­tiv oder Kon­takt­per­so­nen fest­ge­stellt wer­den, ist die recht­zei­ti­ge Bescheid­aus­stel­lung völ­lig unrea­lis­tisch. Um Ver­trau­en in die nach­fol­gen­de Bescheid­aus­stel­lung bei Arbeit­neh­me­rIn­nen und Arbeit­ge­be­rIn­nen her­zu­stel­len, müs­sen wenigs­tens form­lo­se schrift­li­che Bestä­ti­gun­gen – ger­ne per SMS oder E‑Mail – unmit­tel­bar nach posi­ti­ver Tes­tung oder Fest­stel­lung der Kon­takt­per­so­nen­ei­gen­schaft aus­ge­stellt wer­den. „Schon bis­her haben sich vie­le Men­schen bei uns gemel­det, die als Covi­d19-posi­tiv oder ‑Kon­takt­per­son nur tele­fo­nisch mit­ge­teilt bekom­men zu Hau­se zu blei­ben. Das kann ein tele­fo­ni­scher Qua­ran­tä­ne-Bescheid sein oder eine blo­ße Mit­tei­lung der Gesund­heits­hot­line 1450. Die Behaup­tung die­ser tele­fo­ni­schen Infor­ma­ti­on reicht aber vie­len Arbeit­ge­bern nicht“, berich­tet AK Direk­tor Chris­toph Klein. „Beson­ders tückisch ist die Rege­lung, dass eine mit tele­fo­ni­schem Bescheid ver­häng­te Qua­ran­tä­ne auto­ma­tisch nach 48 Stun­den endet. Die Leu­te gel­ten dann recht­lich als Coro­na-nega­tiv, auch wenn sie noch mit­ten in der hoch­in­fek­tiö­sen Zeit ste­cken!“ Klein for­dert, dass sofort nach einer posi­ti­ven Tes­tung und auch sonst immer dann, wenn die Men­schen von einer Behör­de oder der Hot­line 1450 oder vom Test­per­so­nal ange­hal­ten wer­den, in Qua­ran­tä­ne zu gehen, eine schrift­li­che Bestä­ti­gung dar­über aus­ge­stellt wird, und zwar rasch und unbü­ro­kra­tisch: „Wer sich tes­ten lässt und den Anwei­sun­gen von 1450 oder ande­ren Per­so­nen folgt, dem dür­fen kei­ne nega­ti­ven recht­li­chen Kon­se­quen­zen dro­hen“. Schrift­li­che Bestä­ti­gun­gen die­ser Art könn­ten von Mit­ar­bei­te­rIn­nen der 1450 Hot­line sowie vom Per­so­nal in den Test­stra­ßen aus­ge­hän­digt wer­den. Die Zustel­lung könn­te auch digi­tal erfol­gen – etwa per E‑Mail oder SMS. Das Gesund­heits­mi­nis­te­ri­um soll­te so schnell wie mög­lich einen ent­spre­chen­den Erlass aus­ge­ben. Dar­in muss auch geklärt wer­den, wie sich posi­tiv getes­te­te Men­schen medi­zi­nisch sinn-voll und recht­lich kor­rekt in die Heim­qua­ran­tä­ne bege­ben sol­len. „Man darf die Men­schen mit die­ser Fra­ge nicht allei­ne las­sen“, sagt Klein. „Ich muss wis­sen, ob ich mit einem Taxi oder öffent­li­chen Ver­kehrs­mit­tel heim­fah­ren darf, oder ob man mir einen Kran­ken­trans­port ruft, eine FFP2-Mas­ke aus­hän­digt, oder was auch immer die kor­rek­te Ver­hal­tens­wei­se ist.“