Infor­ma­ti­on

Am 3. Dezem­ber ist der Inter­na­tio­na­le Tag der Men­schen mit Behin­de­run­gen. Arbei­ter­kam­mer Prä­si­den­tin Rena­te Anderl: „Die Lebens­si­tua­ti­on von Men­schen mit Behin­de­run­gen ent­spricht aller­dings nach wie vor nicht den Vor­ga­ben der UN-Behin­der­ten­rechts­kon­ven­ti­on, in viel zu vie­len Fäl­len ist sie sogar äußerst pre­kär! Sie sind durch die Coro­na-Kri­se beson­ders betrof­fen: Etwa, wenn sie auf­grund schwe­rer Erkran­kun­gen der beson­ders gefähr­de­ten COVID-19-Risi­ko­grup­pe ange­hö­ren oder auf­grund der wei­te­ren Zuspit­zung der ohne­hin dra­ma­ti­schen Situa­ti­on am Arbeits­markt.“ Die beschlos­se­ne Fort­füh­rung des Natio­na­len Akti­ons­pla­nes für Men­schen mit Behin­de­run­gen für die Jah­re 2022–2030 als Instru­ment zur wei­te­ren Umset­zung der UN-Behin­der­ten­rechts­kon­ven­ti­on, ist für die Arbei­ter­kam­mer daher posi­tiv. Es sind drin­gend wei­te­re Maß­nah­men zur Inklu­si­on zu set­zen. Als beson­ders wich­tig erach­ten wir: Bes­se­re Arbeits­markt­chan­cen: Dazu brau­chen arbeit­su­chen­de Men­schen mit Behin­de­run­gen die Unter­stüt­zung der akti­ven Arbeits­markt­po­li­tik und damit der För­der­an­ge­bo­te des AMS. Arbeits­lo­se Men­schen mit Behin­de­run­gen sol­len wei­ter­hin eine Ziel­grup­pe des AMS blei­ben. Gera­de eine Job­ga­ran­tie nach dem Mus­ter der Akti­on 20.000 wäre drin­gend not­wen­dig. Eben­so eine ver­stärk­te Ein­be­zie­hung in die „Coro­na-Arbeits­stif­tung“ genann­ten AMS-Maß­nah­men. Für Beschäf­tig­te in „Tagesstrukturen/geschützten Werk­stät­ten“: Eine eigen­stän­di­ge sozi­al­ver­si­che­rungs­recht­li­che Absi­che­rung, inklu­si­ve Rah­men­be­din­gun­gen sowie eine fai­re Bezah­lung. Im Gleich­stel­lungs­recht: Unter­las­sungs- und Besei­ti­gungs­an­sprü­che bei Bar­rie­ren für Betrof­fe­ne sowie Ver­bes­se­run­gen im Rechts­schutz, etwa durch eine Mini­mie­rung des Kos­ten­ri­si­kos bei Gerichts­ver­fah­ren etc. + Die Rege­lun­gen zur Per­sön­li­chen Assis­tenz in den unter­schied­li­chen Bun­des­län­dern sind zu ver­ein­heit­li­chen und es gilt eine bedarfs­ge­rech­te Finan­zie­rung sicher­zu­stel­len. Chan­cen­gleich­heit im öster­rei­chi­schen Bil­dungs­sys­tem: Es müs­sen die bau­li­chen, räum­li­chen und infra­struk­tu­rel­len Rah­men­be­din­gun­gen geschaf­fen wer­den und ent­spre­chend qua­li­fi­zier­te Päd­ago­gIn­nen flä­chen­de­ckend ver­füg­bar sein, damit eine an die Bedürf­nis­se der Kin­der und Jugend­li­chen ange­pass­te inklu­si­ve Beschu­lung ermög­licht wird.