Infor­ma­ti­on

Ange­sichts der Pan­de­mie und der zu erwar­ten­den unver­än­dert ange­spann­ten Lage auf dem Arbeits­markt auch im nächs­ten Jahr brau­chen unse­re Mit­glie­der und ihre Fami­li­en ein­fach eine bes­se­re Exis­tenz­si­che­rung, wenn sie arbeits­los sind oder wer­den. Wenn die Regie­rung den Men­schen auf Arbeit­su­che, die sich noch lan­ge schwer­tun wer­den einen Arbeits­platz zu fin­den, ein Weih­nachts­ge­schenk machen will, soll sie sich zu einer nach­hal­ti­gen Absi­che­rung statt Ein­mal­zah­lun­gen durch­rin­gen. Nur eine Erhö­hung auf 70 Pro­zent ist eine gerech­te und unbü­ro­kra­ti­sche Rege­lung, die not­wen­dig ist, um bei der Kri­sen­be­wäl­ti­gung zu hel­fen – den Betrof­fe­nen direkt und der Wirt­schaft indi­rekt“, for­dert AK Prä­si­den­tin Rena­te Anderl ein­mal mehr ein höhe­res Arbeits­lo­sen­geld, sowie die Gleich­be­hand­lung von Kin­der­geld­be­zie­he­rIn­nen und in der Arbeits­lo­sig­keit Erkrank­ter. „Die­se Ein­mal­zah­lun­gen sind unge­nü­gend, für die Men­schen nicht nach­voll­zieh­bar und mit immensen Büro­kra­tie­auf­wand für die Beschäf­tig­ten des AMS ver­bun­den. Gera­de in Zei­ten wie die­sen soll­ten sich die AMS-Mit­ar­bei­te­rIn­nen inten­siv um die Arbeits­su­chen­den bemü­hen kön­nen, statt sich mit kom­pli­zier­ten Rege­lun­gen her­um­schla­gen zu müs­sen.“ Mit der aktu­el­len Rege­lung für die Ein­mal­zah­lung ist der Gesetz­ge­ber zumin­dest teil­wei­se auf die AK Kri­tik ein­ge­gan­gen, hat aber bei wei­tem nicht alle Unge­reimt­hei­ten besei­tigt. So bekom­men Kin­der­geld­be­zie­he­rIn­nen dies­mal zwar auch eine Zah­lung, aller­dings weni­ger als Arbeits­lo­sen­geld- oder Not­stands­hil­fe­be­zie­he­rIn­nen. Auch die „him­mel­schrei­en­de Unge­rech­tig­keit“, dass in der Arbeits­lo­sig­keit Erkrank­te schlech­ter gestellt wer­den, wur­de nicht besei­tigt. „Die­se Ungleich­be­hand­lun­gen sind in unse­ren Augen sach­lich nicht gerecht­fer­tigt“, kri­ti­siert Anderl.