Infor­ma­ti­on

Die UNO hat 2021 zum „Inter­na­tio­na­len Jahr zur Abschaf­fung der Kin­der­ar­beit“ aus­ge­ru­fen. Wie jüngs­te Zah­len zei­gen, sind welt­weit immer noch 160 Mil­lio­nen Kin­der von Kin­der­ar­beit betrof­fen. „Das bedeu­tet, dass jedes 10. Kind Kin­der­ar­beit leis­ten muss, die Hälf­te davon unter extrem gefähr­li­chen Bedin­gun­gen. Seit Aus­bruch der Coro­na­pan­de­mie hat sich die Situa­ti­on von Kin­dern wei­ter ver­schlech­tert. Zum Welt­tag gegen Kin­der­ar­beit am 12. Juni 2021 braucht es daher ein kla­res Zei­chen, dass Kin­der­ar­beit ent­schie­den bekämpft wer­den muss“, betont AK Prä­si­den­tin Rena­te Anderl. Dafür muss an vie­len Schrau­ben gleich­zei­tig gedreht wer­den. Eine wich­ti­ge Maß­nah­me zur Besei­ti­gung von Kin­der­ar­beit, ist die Ein­füh­rung eines Lie­fer­ket­ten­ge­set­zes. Damit wer­den glo­bal agie­ren­de Unter­neh­men dazu ver­pflich­tet, dass ent­lang ihrer Lie­fer­ket­ten Men­schen- und Umwelt­rech­te ein­ge­hal­ten und kei­ne Kin­der zur Arbeit her­an­ge­zo­gen wer­den. Die AK for­dert daher, dass die EU nun rasch ihren ange­kün­dig­ten Vor­schlag für ein euro­päi­sches Lie­fer­ket­ten­ge­setz vor­legt. Eben­so appel­liert sie an die öster­rei­chi­sche Bun­des­re­gie­rung, die­ses Anlie­gen mit aller Vehe­menz auf allen Ebe­nen zu unter­stüt­zen, denn wirk­sa­me Lie­fer­ket­ten­ge­set­ze sind ein wich­ti­ger Schritt für eine nach­hal­ti­ge­re und gerech­te­re Welt­wirt­schaft. Ein Wirt­schafts­sys­tem, das aus­schließ­lich auf Pro­fit­ma­xi­mie­rung zulas­ten von Mensch und Natur beruht, erzeugt Armut, Krie­ge und Kli­ma­er­hit­zung. Ein Teu­fels­kreis, der Betrof­fe­ne nicht sel­ten zur Flucht zwingt. Die AK hat in einer aktu­el­len Stu­die zu Flucht­ur­sa­chen die­sen Zusam­men­hang genau­er beleuch­tet. In ihrem Kampf für gerech­te Lie­fer­ket­ten unter­stüt­zen AK und ÖGB auch die Kam­pa­gne „Men­schen­rech­te brau­chen Gesetze“.