Infor­ma­ti­on

Wenn über das The­ma Flucht und Migra­ti­on gespro­chen wird und die mög­li­chen Grün­de, war­um Men­schen ihr Zuhau­se ver­las­sen, zeigt der Fin­ger dabei oft auf die ande­ren. Die Ursa­chen für Flucht wer­den meist aus­schließ­lich dort gesucht, wo das eigent­li­che Dra­ma sei­nen Anfang nimmt. Doch die­se Sicht­wei­se greift zu kurz. Die tat­säch­li­chen Flucht­ur­sa­chen lie­gen tie­fer, in einem unge­rech­ten glo­ba­len Sys­tem, das Armut, Hun­ger, Kli­ma­er­hit­zung und Krie­ge erzeugt. Dem­entspre­chend greift auch die Bekämp­fung von Flucht­ur­sa­chen oft zu kurz. Anstatt ledig­lich „Hil­fe vor Ort“ zu leis­ten, was ger­ne als ein­fa­che Lösung ohne kon­kre­te Taten aus­ge­spro­chen wird, wäre es an der Zeit unse­re Pro­duk­ti­ons- und Lebens­wei­se zu hin­ter­fra­gen, die an ande­ren Orten der Welt dazu führt, dass Men­schen ihre Hei­mat ver­las­sen müs­sen. Wir mei­nen, es gibt einen bes­se­ren Weg, über Flucht­ur­sa­chen zu reden. Einen, der die glo­ba­le Ver­ant­wor­tung in den Blick nimmt und nach Gerech­tig­keit sucht, der die Welt nicht in „wir“ und „die“ ein­teilt und uns gegen­ein­an­der aus­spielt, son­dern uns gemein­sam soli­da­ri­sche Lösun­gen fin­den lässt. Statt Flucht­ur­sa­chen ein­sei­tig in der kor­rup­ten und unde­mo­kra­ti­schen Ver­fasst­heit vie­ler Her­kunfts­staa­ten zu ver­or­ten, the­ma­ti­siert die Stu­die, wie glo­ba­le Ungleich­heit und Kli­ma­kri­se, gera­de auch vor­an­ge­trie­ben durch euro­päi­sche Poli­tik, die­se Flucht­ur­sa­chen (mit-)produzieren. Davon aus­ge­hend wer­den Hand­lungs­mög­lich­kei­ten für Poli­tik und Gewerk­schaf­ten auf­ge­zeigt, um das „Recht, nicht gehen zu müs­sen“ zu ver­wirk­li­chen. Damit soll pro­gres­si­ven Akteu­rIn­nen eine Stra­te­gie zur Hand gege­ben wer­den, wie sie über Flucht spre­chen kön­nen, so dass die für sie zen­tra­len Fra­gen der glo­ba­len Ungleich­heit und der sozia­len und öko­lo­gi­schen Gerech­tig­keit dabei in den Mit­tel­punkt rücken. Eine Initia­ti­ve von: AK Wien, med­i­co inter­na­tio­nal, welt­um­span­nend arbei­ten, pro asyl, VIDC, GPA, PRO-GE und ÖGB International.