Infor­ma­ti­on

Hin­ter jedem arbeit­su­chen­den Men­schen steht ein Schick­sal. Wir spre­chen hier über allein­er­zie­hen­de Müt­ter, über Fami­li­en­vä­ter und über jun­ge Men­schen, denen auch finan­zi­ell der Tep­pich unter den Füßen weg­ge­zo­gen wird. Wer arbeits­los wird, hat nach wie vor 100 Pro­zent der Rech­nun­gen zu zah­len, hat aber nur mehr die Hälf­te des Ein­kom­mens. Durch Coro­na ent­wi­ckelt sich die bis­her schon ange­spann­te Arbeits­markt­la­ge in eine hand­fes­te Kri­se für arbeit­su­chen­de Men­schen“, so AK-Prä­si­den­tin Rena­te Anderl zum Tag der Arbeits­lo­sen, der im Vor­feld des 1. Mai began­gen wird. „Die vier wich­tigs­ten Her­aus­for­de­run­gen lie­gen dabei klar auf der Hand: Die Bun­des­re­gie­rung muss die Hil­fe für arbeits­lo­se Men­schen erhö­hen, sie muss Men­schen für die aktu­el­len und zukünf­ti­gen Her­aus­for­de­run­gen auf dem Arbeits­markt qua­li­fi­zie­ren, sie muss mit kon­kre­ten Maß­nah­men lang­zeit­ar­beits­lo­sen Men­schen wie­der Per­spek­ti­ven geben und sie muss das Arbeits­markt­ser­vice für die Bewäl­ti­gung der Kri­se auch nach­hal­tig per­so­nell und finan­zi­ell stär­ken“, for­dert Anderl. Die­se vier For­de­run­gen in kon­kre­te Maß­nah­men gegos­sen: • Erhö­hung des Arbeits­los­gen­gel­des auf 70 Pro­zent des letz­ten Ein­kom­mens. • Die Coro­na Job­of­fen­si­ve als Maß­nah­me zur Wei­ter­bil­dung von Arbeit­neh­me­rIn­nen muss um 500 Mio Euro jähr­lich ab 2022 erhöht und bis 2024 ver­län­gert wer­den. •Zukunfts­per­spek­ti­ven für lang­zeit­ar­beits­lo­se Men­schen. Die AK hat hier­zu bereits ein Modell prä­sen­tiert: Men­schen, die bereits zwei Jah­re lang arbeits­los sind, sol­len damit die Mög­lich­keit erhal­ten, mit kol­lek­tiv­ver­trag­lich ent­lohn­ten Jobs in Gemein­den und Städ­ten einer sinn­vol­len und gemein­wohl­för­dern­den Arbeit nach­zu­ge­hen. • Bes­se­re per­so­nel­le und bud­ge­tä­re Aus­stat­tung des Arbeits­markt­ser­vice. Die Beschäf­tig­ten des AMS haben bis heu­te einen gro­ßen Kraft­akt voll­bracht, um die Fol­gen der Arbeits­markt­kri­se zu bewäl­ti­gen. Es braucht drin­gend eine per­so­nel­le Auf­sto­ckung um 650 Plan­stel­len im AMS, denn die Kri­se auf dem Arbeits­markt ist noch län­ger nicht ausgestanden.