Gewerkschaftsposition

Die Pro­duk­tion­s­gew­erkschaft (PRO-GE) befür­wortet den Verbleib des Jugend­ver­trauen­srates. Mit dem Verzicht der türkis-blaue Koali­tion auf die in ihrem Regierung­spro­gramm vorge­se­hene Abschaf­fung der Jugend­ver­trauen­sräte hat die Regierung sin­nvoller­weise auf die Gew­erkschaft­spo­si­tion eingeschwenkt. Mit der Öster­re­ichis­chen Gew­erkschaft­sju­gend Kam­pagne „JVR bleibt“ hat­te die PRO-GE Jugend seit Bekan­ntwer­den der Pläne der Bun­desregierung gegen die Abschaf­fung des Jugend­ver­trauen­srates gekämpft. PRO-GE Jugend­vor­sitzen­der Josef Rehberg­er, der selb­st Jugend­ver­trauen­srat ist, begrüßt nun die Mei­n­ungsän­derung: „Die Abschaf­fung des JVR wäre eine demokratiepoli­tis­che Bankrot­terk­lärung gewe­sen. Umso erfreulich­er ist es, dass die Regierung in dieser Angele­gen­heit ein­ge­lenkt hat. Durch den Jugend­ver­trauen­srat find­en junge Men­schen im Betrieb mit ihren Anliegen Gehör und es wird auf Missstände — beispiel­sweise in der Lehrlingsaus­bil­dung — hingewiesen“, so Rehberg­er. „Bemerkenswert ist, dass sich jet­zt ger­ade der ÖAAB-Bun­des­ob­mann August Wögin­ger als Ret­ter des Jugend­ver­trauen­srates präsen­tiert, obwohl es ger­ade die ÖVP war, die in ihrem Regierung­spro­gramm die Abschaf­fung der JVR gefordert hat­te“, kri­tisiert Rehberg­er. Für die PRO-GE ist und bleibt der Jugend­ver­trauen­srat eine wichtige betriebliche Mitbes­tim­mungsmöglichkeit für die Lehrlinge. Deshalb unter­stützt die PRO-GE Jugend­abteilung auch Jugend­ver­trauen­sräte, bietet Weit­er­bil­dungssem­inare für Jugend­ver­trauen­sräte an und ist kom­pe­ten­ter Ansprech­part­ner bei der Durch­führung von JVR-Wahlen und Prob­le­men in den Betrieben. „Der Kampf für den JVR hat sich aus­gezahlt“, so Rehberg­er. Ein Jugend­ver­trauen­srat muss jed­er Betrieb ein­richt­en, der mehr als fünf Jugendliche unter 18 beschäftigt. Er nimmt an Sitzun­gen des Betrieb­srats mit bera­ten­der Stimme teil und bringt Vorschläge zur Aus- und Weit­er­bil­dung ein.