Geldschuld

Fünf Monate lang erhielt ein Lehrling aus dem Mostvier­tel keine Lehrlingsentschädi­gung. Stets wurde er vertröstet, bis der Jugendliche die Arbeit­erkam­mer Niederöster­re­ich auf­suchte. Als der Betrieb kurz daraufhin Insol­venz anmeldete, über­nah­men die AK-Experten kosten­los die Vertre­tung für den 17-Jähri­gen. „Wir holten dem Betrof­fe­nen dadurch 7.600 Euro an offe­nen Ansprüchen retour“, so AK-Präsi­dent und ÖGB NÖ-Vor­sitzen­der Markus Wieser. Einein­halb Jahre lang nahm die Lehraus­bil­dung ihren gewohn­ten Lauf. Doch im Jän­ner dieses Jahres erhielt der 17-Jährige plöt­zlich keine Lehrlingsentschädi­gung mehr aus­bezahlt. Dies wieder­holte sich in den Fol­ge­monat­en. Nach­dem auch das fäl­lige Urlaub­s­geld nicht über­wiesen wor­den war, wandte sich der Lehrling an die AK-Bezirksstelle Amstet­ten. Alle Voraus­set­zun­gen für eine berechtigte vorzeit­ige Auflö­sung des Lehrver­hält­niss­es waren gegeben. Dazu kam es aber ohne­hin nicht mehr, weil nur zwei Tage nach Vor­sprache in der AK-Bezirksstelle Amstet­ten der Betrieb des Lehrlings Konkurs anmeldete. Das Insol­ven­zver­fahren wurde eben­falls mith­il­fe der Arbeit­erkam­mer abgewick­elt. Die offe­nen Ansprüche in Gesamthöhe von 7.600 Euro wur­den umge­hend beim dafür zuständi­gen Insol­ven­z­fonds angemeldet. „Bin­nen kürzester Zeit erhielt der ange­hende Met­all­tech­niker die Über­weisung der offe­nen Lehrlingsentschädi­gung plus Urlaub­s­geld“, so Wieser. Das zeigt ein­mal mehr, wie wichtig die kosten­lose Insol­venz-Vertre­tung durch die Exper­tin­nen und Experten der Arbeit­erkam­mer ist. Dadurch wer­den die berechtigten Ansprüche der Betrof­fe­nen rasch gesichert und sie erhal­ten ihre ausständi­gen Gelder.