Bleiberecht

Asyl­wer­berin­nen und Asyl­wer­ber, die eine Lehrestelle in Öster­re­ich haben, dür­fen nicht abgeschoben wer­den“, fordert Susanne Hofer, Vor­sitzende der Öster­re­ichis­chen Gew­erkschaft­sju­gend (ÖGJ): „Die ÖGJ ver­langt ein Bleiberecht für Lehrlinge, aber auch für jene Asyl­wer­berin­nen und Asyl­wer­ber, die ihre Lehre abgeschlossen haben.“ Die ÖGJ als größte poli­tis­che Jugen­dor­gan­i­sa­tion in Öster­re­ich set­zt sich für eine Willkom­men­skul­tur in der Gesellschaft, im Bil­dungs-, Aus­bil­dungs- und Arbeits­markt ein. „Faire Zugänge zu Bil­dung, Aus­bil­dung und Arbeits­markt sind uner­lässlich, um die Inte­gra­tion von Geflüchteten zu verbessern, die wegen Krieg, Ter­ror und Gewalt ihre Heimat ver­lassen mussten“, sagt Hofer. Dem­nach hat es die ÖGJ sehr begrüßt, als entsch­ieden wurde, dass Asyl­wer­berIn­nen eine Lehraus­bil­dung in Man­gel­berufen machen dür­fen. Lehraus­bil­dun­gen sind ein her­vor­ra­gen­des Mit­tel, um junge Geflüchtete schnellst- und best­möglich am öffentlichen Leben teil­haben zu lassen. Aus diesem Grund sollte der Zugang auf alle Lehrberufe aus­geweit­et wer­den. Auch wirtschaftlich ist es wider­sin­nig, wenn hochmo­tivierte, kom­pe­tente und inte­gra­tionswillige junge Men­schen ihre Leer­stelle aufgeben müssen. „Daher unter­stützen wir die Aus­bil­dungs­be­triebe bei ihrer Forderung, ihre Lehrlinge behal­ten zu dür­fen“, so die ÖGJ-Vor­sitzende.