Beibehaltung

Für unseren Kampf um den Erhalt des Jugend­ver­trauen­srats ist das ein schön­er und wichtiger Etap­pen­sieg“, freut sich Josef Rehberg­er, Vor­sitzen­der der Gew­erkschaft­sju­gend (ÖGJ) Oberöster­re­ich darüber, dass der heute im Land­tag einge­brachte Ini­tia­ti­vantrag der SPÖ-Abge­ord­neten Petra Müll­ner zum Weit­erbe­stand des Jugend­ver­trauen­srates auch von allen anderen Parteien im Land­tag unter­stützt wor­den ist. „Ganz offen­sichtlich haben nun zumin­d­est in Oberöster­re­ich auch die Regierungsparteien einge­se­hen, dass die Jugendlichen ihr Sprachrohr in den Betrieben brauchen und ihnen weit­er­hin ein Recht auf betriebliche Mitbes­tim­mung gegeben wer­den muss“, hofft Rehberg­er, dass Oberöster­re­ich damit zum Vor­bild auch für die anderen Bun­deslän­der wird. Durch die Unter­stützung quer über alle Parteien wird ein lautes Sig­nal an die Bun­desregierung gesendet, von ihren Plä­nen zur Abschaf­fung des Jugend­ver­trauen­srats abzurück­en. Bere­its seit Bekan­ntwer­den der dies­bezüglichen Regierungspläne kämpft die ÖGJ ener­gisch für die Beibehal­tung der jugendlichen Inter­essen­vertreterIn­nen in den Betrieben und hat mit zahlre­ichen Aktio­nen auf die Prob­lematik hingewiesen. Der Jugend­ver­trauen­srat ist eine wichtige Anlauf­stelle für Lehrlinge und tritt als Ver­mit­t­lerIn zwis­chen den Anliegen der Lehrlinge und der Betrieb­sleitung ein. Dadurch kommt es in vie­len Fra­gen zu Lösun­gen, die für die Lehrlinge in Ord­nung sind. Wenn in einem Betrieb min­destens fünf jugendliche Arbeit­nehmerIn­nen (unter 18 Jahren bzw. Lehrlinge unter 21 Jahren) beschäftigt sind, ist für die Vertre­tung ihrer Inter­essen ein Jugend­ver­trauen­srat zu wählen. Dessen Rechte und Pflicht­en wie Weisungs­frei­heit, Beschränkungs- und Benachteili­gungsver­bot, Kündi­gungs- und Ent­las­sungss­chutz sowie Bil­dungs­freis­tel­lung im Aus­maß von zwei Wochen pro Funk­tion­spe­ri­ode (2 Jahre) entsprechen im Wesentlichen jenen der Betrieb­sratsmit­glieder. Die wichtig­sten Auf­gaben sind, die wirtschaftlichen, sozialen, gesund­heitlichen und kul­turellen Inter­essen der jugendlichen Arbeit­nehmerIn­nen wahrzunehmen; darauf zu acht­en, dass die Vorschriften, die für das Arbeitsver­hält­nis gel­ten, einge­hal­ten wer­den; die Teil­nahme an Sitzun­gen des Betrieb­srats sowie Vorschläge in Fra­gen der Beruf­saus­bil­dung und der beru­flichen Weit­er­bil­dung einzubrin­gen.