Aus­bil­dungs­los

In der Jugend liegt die Zukunft“, so oder so ähn­lich wer­ben Par­tei­en um die Stim­men der Jun­gen. „Wer wirk­lich etwas für die Zukunft jun­ger Men­schen tun will, muss in deren Aus­bil­dung inves­tie­ren“, for­dert Susan­ne Hofer, Vor­sit­zen­de der Öster­rei­chi­schen Gewerk­schafts­ju­gend (ÖGJ), und freut sich über die posi­ti­ve Eva­lu­ie­rung der Aus­bil­dungs­pflicht bis 18. Ande­rer­seits wur­den für das Jahr 2019 die Mit­tel für die Aus­bil­dungs­ga­ran­tie bis 25 in der Höhe von 37 Mio. Euro ersatz­los gestri­chen. „Das ist ein Skan­dal und rei­ne Augen­aus­wi­sche­rei“, so Hofer. „Aus­bil­dung endet nicht mit 18! Wer jun­ge Men­schen dar­über hin­aus ein­fach links lie­gen lässt, macht sich für die vor­pro­gram­mier­te Arbeits­lo­sig­keit die­ser Men­schen mit­ver­ant­wort­lich.“ Die ÖGJ-Vor­sit­zen­de for­dert, dass ab sofort auch wie­der Mit­tel für die Aus­bil­dungs­ga­ran­tie für jun­ge Men­schen bis 25 zur Ver­fü­gung gestellt wer­den müs­sen. „Dass vie­le Betrie­be sich ein­fach über Jah­re aus der Ver­ant­wor­tung gezo­gen und kei­ne Lehr­lin­ge aus­ge­bil­det haben, hat uns erst zum Fach­kräf­te­man­gel gebracht“, ist Hofer über­zeugt. „Erfreu­lich ist, dass seit 2018 die Anzahl der Lehr­plät­ze wie­der steigt. Dar­auf darf sich die zukünf­ti­ge Regie­rung aber nicht aus­ru­hen.“ Noch immer fin­den zu vie­le Jugend­li­che kei­nen Lehr­platz in einem Betrieb. Mehr als 8.000 befin­den sich der­zeit in einer über­be­trieb­li­chen Aus­bil­dungs­stät­te. Zur fai­ren Auf­tei­lung der Aus­bil­dungs­kos­ten zwi­schen Unter­neh­men mit Lehr­lin­gen auf der einen und Aus­bil­dungs­ver­wei­ge­rern auf der ande­ren Sei­te for­dert die ÖGJ eine Fach­kräf­te­mil­li­ar­de. Ein Pro­zent der Brut­to­ent­gelt­sum­me soll von den Unter­neh­men ein­ge­ho­ben wer­den. Geld aus der Fach­kräf­te­mil­li­ar­de soll dann an jene Unter­neh­men flie­ßen, die Lehr­lin­ge aus­bil­den. Außer­dem sol­len aus der Fach­kräf­te­mil­li­ar­de die Plät­ze in über­be­trieb­li­chen Aus­bil­dungs­plät­zen finan­ziert wer­den, die der­zeit der Bund (über das AMS) finan­ziert.